runterkommen

Der Notiznagel hat beobachtet:

Wenn nach der Arbeit seine Streit- und / oder  Nichtverstanden-Hormone den Müller noch immer nötigen an die Decke zu springen, dann gehe er zuhause ins hintere linke Zimmer am Flurende seiner Wohnung. Für ihn gibt es dort die Möglichkeiten mit beiden Füssen wieder auf realen Boden zu gelangen.

Manchmal hilft er sich auswärts, mit strampelnden Überreaktionen auf einem Fahrrad oder dem Wellenschlagen im Schwimmbad, um in den Zustand zurück zukommen, der ihn für andere wieder erträglich macht. Nicht der Gang zum Zimmer trägt zur Linderung bei. Das was er dort tun kann, bringt Ruhe in seinen Gefühlszustand.
Hat aber sein verehrte Lebensbegleitung vorgegriffen, dann wird es schwierig von der Decke  zu kommen. Sie, die Begleiterin bedient sich ab und an auch seiner Methode, dann sieht er ziemlich, sagen wir angespannt aus.

Im Raum, in den Flur geschaut hinten links vom Wohnzimmer, drücke er, wenn seine Lebensbegleitung genügend Stoff hinterlassen hat, auf einen farbig Knopf und wartet. Solange bis die blinkende Lampe zu Ruhe gekommen ist und nun als meldende Leuchte  Arbeitsbereitschaft im hellen Dauerblau ausstrahlt, dann kann sie beginnen seine Therapie!

Das Ziel, er will nicht von Streit- und / oder  Nichtverstanden-Hormonen sein künftiges Leben abhängig machen. Einen Sprung an die Decke mit anschliessendem Sprung in der Schüssel will er sich auf keinen Fall leisten.  Wirft drum das erste Kleidungsstück aufs Brett und legt mit dem Eisen in der Hand los. Die notwendige Konzentration alles platt zu bekommen, hilft ihm die Negativhormone in Bereiche zufahren die als normal gelten können.

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Am liebsten bearbeitet er seine Hemden. Damenblusen hasst er. Warum sagt er nicht und Hosen na ja. Wer bügelt schon seine Jeans? Gefährlich findet er Küchentücher. Die sind so einfach zu plätten, bei denen kommt er erneut ins grübeln. Was wiederum den ungewünschten Hormonen Auftrieb gibt.

Ist kein Stoff zum Bügeln vorhanden, findet ihr Müller im ersten Raum rechts vom Flur, natürlich auch wieder vom Wohnzimmer aus gesehen. Das Badezimmer jedoch putzt er gar nicht gerne.

Was könnte Müller sonst noch tun um wieder „geniessbar“ zu werden?