Sündig

Heute sind Müllers trotz Ankündigung feuchten Wetters vom Stellplatz in DAMP mit den Fahrrädern in nördliche Richtung gefahren. Ein mäßiger Rückenwind schob uns. Die Steilufer zur Küste bei SCHÖNHAGEN erreichten wir in kurzer Zeit. Das regnerische Wetter im Rücken ließ uns nicht lange hier weilen. Auf unserer Weiterfahrt staunten wir in OLPENITZ über die großflächige Bautätigkeit. Hier werden riesige Flächen Land mit kleinen Ferienhäusern überbaut. Die Uferbereiche zur SCHLEI sind schon gänzlich zugepflastert. Um noch mehr Wohneinheiten in die Landschaft zu bekommen, schwimmen auf dem Wasser riesige Flosse mit aufgesetzten Häusern.

In den Bergen von CH gibt es solche Retorten Dörfer leider auch. Völlig unpassend zur Natur in der sie stehen. Schrecklich aber lukrativ.

ANGELN

Wer glaubt Müller hätte heute eine Angelrute gekauft täuscht sich. Und dies gewaltig. Zwar stand er in einem großen Markt mit einer riesigen Auswahl solcher Ruten, doch Fische fangen, putzen und zerlegen überlässt er gerne andern. Zum Beispiel seiner lieben Nachbarin Marlene.

Aber um Angeln geht’s in diesem Beitrag trotz dem. Nicht als Verb sondern als Nomen sollte das Wort gelesen werden, dann steht es als Name für die Region in der Müllers gerade unterwegs sind. Die Halbinsel, die im Norden von der Flensburger Förde, im Osten von der Ostsee und im Süden von der Schlei begrenzt wird, trägt diesen Name. Der geht auf den germanischen Volksstamm der ANGELN zurück, der in dieser Region siedelte. Ein Teil dieses Volksstammes wanderte im 5. Jahrhundert nach Großbritannien aus. Mit East Anglia und England ist die sprachliche Verwandtschaft noch heute erkennbar. Wieder was gelernt?