Ötisheim

Wir schlafen lange. Morgens regnet es. Der Regen wird vom trockenen Boden im Nu aufgesogen. Das sehen wir erst so richtig, wie wir bei unserer Fahrt durch die Wälder nach Maulbronn auf den Boden im Unterholz schauen.

Da besuchen wir auf einen Tipp hin, welchen wir von einer netten Mobil-Nachbarin bekommen haben, das Kloster. Da ist heute Markt. Einerseits eine interessante Sache die verschiedenen Produkte zu sehen und zu kosten. Andererseits verschandeln die Marktstände den ganzen Klosterplatz. Wahrscheinlich war das in früherer Zeit nicht anders. Für Fotos ein Pfui.

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Wir schauen uns um, kaufen Kleinigkeiten für Daheimgebliebene. Unsere Fahrt mit den Fahrräder setzen wir Richtung Nordost fort. Schöne Landschaft, viele Wälder, wie beschrieben, der Boden knochentrocken und damit kein Pilze zu finden.

Wir drehen auf unserer Route nach Nordwest. Fahren über Oberderdingen nach Bretten.

Die Kleinstadt ist in ihrem Kern, schreiben wir mal, schön. Eigentlich wollten wir hier noch Landkarten kaufen. Leider sind die Geschäfte bereits geschlossen. So geniessen die Eine ein Eis, der andere Weizen-Bier (ohne Alkohol versteht sich).

Auf guten Strassen fahren wir auf direktem Weg zurück nach Ötisheim. Suchen noch ein Restaurant für das Nachtessen. Pech, das Feine hat bereits ein Brautpaar für seine Hochzeit gewählt, die Anderen sind für unseren Geschmack nicht passend.

So beschliessen wir unser Hochzeitsessen auf kommende Woche zu verschieben.

Ach, noch eine Bemerkung: Gerade hat es draussen zu regnen begonnen. Wir schlüpfen unter die Federdecke und schauen fern.

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Wildberg, Calw, Ötisheim

Die Minimal-Temperatur in der letzten Nacht: 2,7°C. Die Sonne steigt um 07:30 Uhr hinter dem bewaldeten Nagolder-Bergrücken auf. Draussen wird es wärmer. Komischer weise ist die Anzeige für die Stromversorgung ab der Aussensteckdose erloschen. Wie sich zeigt, sind die Fehlerstrom-Schalter den tiefen Temperaturen nicht gewachsen und haben sich in der Nacht selber ausgeschaltet. Oder Nachtbuben beliebten zu scherzen. Nach dem der kleine Kunststoffhebel des Schalters wieder fest sitzt, ist auch in unserem Mobil wieder 230Volt zur Verfügung sind, steht einem Nestlé-Kaffee nichts mehr im Wege.

Derart gestärkt gehen wir in den nahen Kleider-Outlet und werden sogar fündig, laufen mit vier Paar Hosen, zwei Herrenhemden und einer Damenbluse unter den Armen aus dem Laden.

Wie geplant fahren wir an der Nagold entlang in Richtung Norden. Der Fluss windet sich in vielen Windungen dahin. Den ersten Halt machen wir in Wildberg. Da gibt es einen kleinen Stellplatz. Wir lassen hier unser Grauwasser zurück.

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Anschliessend rollen wir durch die nächste Kurve im Ort und halten ein weiteres Mal. LPG, Autogas muss in unsere Gas-Tankflasche gefüllt werden. Wir nehmen 13 lt, für ca. 8 Euro auf.

Fahren darauf weiter nach Calw. Der Stellplatz finden wir höchstens für eine Nacht gut. Die Stadt ist zu Fuss in einer Viertelstunde erreichbar. Wir machen ein paar Lebensmittel-Einkäufe im Kaufland wo wir völlig erschlagen die Halle mit ihrem Riesenangebot wieder verlassen. Da ist der anschliessende Besuch beim Metzger eine einfach überschaubarer Akt.

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Da uns der Stellplatz nicht gefällt, beschliessen wir über Pforzheim hinaus bis Ötigheim zu fahren. Der Ort liegt auf dem Lande. Der Stellplatz ist neben einer Mehrzweckhalle und einem kleinen Jugendtreff eingerichtet. Wasser und Strom können gegen sogenannte Wertmarken bezogen werden. Die können auf dem Gemeindeamt oder beim Hausdienst der Mehrzweckhalle gekauft werden. Wir marschieren ins Dorf. Am Freitagnachmittag ist das Gemeindeamt schon geschlossen. Wir müssen also beim Hausdienst vorsprechen. Aber vorher gönnen wir uns noch ein Hefe-Weizen. Die Reservation für einen Tisch auf den kommenden Abend kann leider nicht gemacht werden, da morgen Samstag ein Hochzeitsfest statt findet.

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Wir widmen uns erst mal den Wertmünzen. Das Essen morgen Abend und dessen Tischreservierung kann warten. Wir wollen an dem kommenden Tag sowieso die Gegend mit den Fahrrädern erkunden, und schauen ob wir irgendwo noch ein anderes Restaurant finden.

Die Wertmünzen haben wir inzwischen bekommen. Beide haben ein Loch in der Mitte. Die Kleine ist für den Bezug von Wasser. Die Grosse ermöglicht den Strombezug. Wasser werden wir Morgen auffüllen, hingegen den Strom anschliessen, tun wir lieber schon heute, um nach dem morgigen Frühstück einen Kaffee aus der Machine zu bekommen. Wie wir die grosse Münze einwerfen, tut sich gar nichts. Auf der Anzeige stehen drei simple Nullen.  Der Hausmeister ist mit anderen Gemeindearbeitern an einem Ausflug. Nach Speyer wie er mir nach der Reparatur des Stromkastens erzählt. Eine richtige Reparatur war es zwar nicht. Der Grund das unsere Münze nicht den Strom frei schaltete war ein einfacher. Jemand hat eine falsche Münze in den Schlitz geworfen. Die ist nicht durchgerutscht und hat den Münzautomaten blockiert.

Warum wir morgen auswärts essen wollen? Morgen ist unser HOCHZEITSTAG, capito?