zum heulen

Müllers stehen in Dornumersiel auf dem Reisemobil Stellplatz und beraten was sie heute unternehmen wollen. Klar doch, Radfahren. Aber diesmal mit der Absicht nicht bloss Waden und Oberschenkel zu stärken. Ein Besuch mit dazu, an einem außergewöhnlichen Ort, wäre ganz nett. So kommt der Müller auf die Idee die 25km nach Norddeich zu radeln. Um da die Seehundstation zu besuchen. Sind ja bloss um die 50km insgesamt.
Die Hinfahrt geht im Rückenwind fix. Mit einem Stundendurchschnitt von über 35km kommen wir bei der Station an. Super gelaufen.

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Wir kommen gerade richtig zur Fütterung der Heuler. Denen ist die Mutter abhanden gekommen. Nun werden sie in der Station aufgepäppelt und auf die Auswilderung vorbereitet. In der Zeit der Fütterung ist die Station mit Zuschauern überfüllt. Man muss schon spitze Ellenbogen haben um das eine oder andere gute Foto mitnehmen zu können. Man beobachte im oberen Bild die fliegenden Fische!

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Das Becken mit den grösseren, vor der Auswilderung stehenden Robben, hat auf einer Seite eine Glasscheibe. Man kann runtersteigen und den Tieren beim Einsammeln der oben ins Becken eingeworfen Fische zuschauen.

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Den kleinen Heulern wird Fisch für Fisch eingegeben. Ist die vorgesehene Anzahl drin, wird der Kleine schonend über die Absperrscheibe ins Schwimmbecken gehievt und bekommt noch einen Fisch hinterher geschmissen. Manch einer der kleinen Heuler erwischt den Dessert, legt sich im Wasser auf den Rücken und versucht den ganzen oder wenigstens Stücke des Fisches runter zu kriegen.
Wir haben dem Treiben noch lange zugeschaut und uns köstlich amüsiert.

Auf der Heimfahrt, zurück nach Dornumersiel werden wir zu HEULERN. Der Gegenwind macht uns arg zu schaffen. Der Kilometerdurchschnitt sinkt bis zur Ankunft auf schlaffe 14km/h. Dafür ist die Beinmuskulatur etwas drahtiger und unser Durchhaltewillen gestärkt worden. Amüsiert liebe Leserin, lieber Leser?

Glück am DORNUMERSIEL

Die Müllers fahren weiter und steuern den Reisemobilstellplatz Nordseeblick in DORNUMERSIEL an. Man warnte uns schon vor Wochen, dass um diese Zeit (Ferienzeit) hier oben kaum Stellplätze frei wären. Genau so war es auch. Der Platz war schon am Donnerstag gerammelt voll. Ebenso der anliegende Campingplatz. Die Nutzung der Campinginfrastruktur ist im Stellplatzpreis inbegriffen. Einzig duschen, Wäschewaschen und Strom kosten.
Wir trauten uns trotz aller Warnungen und wurden belohnt. Bei unserer Anfahrt auf den Platz fuhr, für uns passend, ein Womo davon und wir sofort in die Lücke. Der neue Nachbar erklärte uns gleich mal alles Wichtige. So fanden wir uns schnell zurecht.

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Abends am Strand schauen wir den Kitesurfern zu. Die flitzen bei Hochwasser im Höllentempo zum Ufer, wenden wenige Meter bevor sie in die Böschungssteine krachen gekonnt oder auch weniger elegant, um sofort wieder ihre neue Linie hinaus auf das Wasser zu zeichnen.

Aber die Tage gab es noch anderes zu sehen. Am nahen Hafen fand im Rahmen des Hafenfestes eine Kutterparade statt. Wer ein Ticket ergattert hatte, konnte bei Flut mit den Schiffen hinaus fahren.

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Nebst den Aktionen am Wasser gab es noch weitere Möglichkeiten sich zu vergnügen. Radfahren zum Beispiel. Besonders interessant bei Rückenwind, aber dann auch an den Gegenwind auf der Rückfahrt denken. Oder eine Führung ins Watt. Hierbei erfährt man so einiges über die Lebewesen im Watt, die Gezeiten und ihren Einfluss auf das Leben hier. Oder die Seehunde Aufziehstation besuchen. Von Führung im Watt und Aufziehstation berichtet euch Müller später.