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Wer eine Erklärung braucht schaut Hier, ansonsten viel Spass beim suchen von Tiefenschärfe:

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Letztes Wochenende war das Wetter eine graue Angelegenheit. Beim Spazierengehen kam dem Müller so überhaupt kein wirklich gutes Sujet vor die Kameralinse. Verzweifelt erinnerte der sich an einen schlichten  Grundsatz um auch bei solchem Wetter brauchbare Bilder festhalten zu können.

„Geh näher ran“. Schnell gesagt, liegt doch das Kamerastativ für Nahaufnahmen zu Hause im Schrank. Doppelt schwierig wird die Sache, wenn aus der Hand mit klammen Fingern Fotos gemacht werden, die lange Verschlusszeit und weit geöffnete Blende nötig machen.

Heutzutage schafft die Digitalfotografie indirekte Hilfe. Beliebig viele Aufnahmen werden per Knopfdruck gespeichert und zuhause nachbearbeitet. Was nicht taugt wandert in den virtuellen Papierkorb des Bildschirmes. Vom Rest werden Ausschnitte mit besonderem Flair komponiert.

In den nächsten Wochen streut euch Müller, unter dem Titel „betrachten“, ein paar der bearbeiteten Aufnahmen auf seinen Notiznagel. Das Resultat von mangelhafter Tiefenschärfe gibt den Aufnahmen eine besondere Note. Die Augen des Betrachters werden unweigerlich über die Bilder schweifen bis sein Blick die Fläche mit der grössten Tiefenschärfe erreicht hat, um einen Wimpernschlag später zur Unschärfe zurückzukehren und sein Betrachten erneut zu beginnen.

Viel Spass beim hinschauen:

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Blende 8; 1/125;

Die magische Zahlenkombination murmelte Vater oft, an das kann sich Müller gut erinnern. Sobald dieser die Fotokamera in den Händen hielt schien er in eine andere Welt entrückt.

Noch heute spötteln die Söhne und deren Mutter wie lange es dauerte bis die passende Bildkomposition gefunden und dies nicht der Schluss der Vorbereitungen zum Druck auf den Auslöser war. Das Komponieren des Bildes war erst der Anfang. Die richtige Verschlusszeit und die passende Blende wollten auch noch festgelegt sein. Dazu führte Papa Müller einen Belichtungsmesser mit, den er aufs Genaueste abzulesen pflegte. Meist kam dabei „Blende  8; 1/125“ heraus. So brauchte es mehrere Minuten der Geduld von denen die aufs Zelluloid gebannt werden sollten. Bis doch noch der mechanische Verschluss geöffnet und das Licht zur lichtempfindlichen Film-Oberfläche durchgelassen wurde.

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Heute können sich immer weniger Leute erinnern wie jedes Foto erster verdient werden musste. Sei es durch langweiliges stillstehen der Statisten, heraustüfteln der besten Komposition durch den Fotografen und entwickeln des Filmes samt dem Erstellen der Bildabzüge vom Laboranten.

Der inzwischen 88-jährigen Papa Müller fotografieret inzwischen mit seiner Digital-Kamera so schnell, dass niemand mehr dazu kommt spöttelnd über den Fotokünstler herzufallen. Von der alten Fototechnik hat dieser sich verabschiedet. Jedenfalls murmelt er die magischen Zahlen nicht mehr.

Blende 8; 1/125 Verschlusszeit ade.