Ausgrüstet

Es regnet! Kein Gewitter, ein feiner Landregen geht seit gestern Abend über dem LAMERWINKEL nieder. Endlich meint Frau Müller, reibt sich die Hände mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht. Dem Müller dämmert es. Die Wanderschuhe kommen auf unserer Reise zum ersten Mal zum Einsatz. Regenhose, Regenjacke angezogen, Stoffsäcke, Brotzeit und Messer in die Rucksäcke gepackt. Regenhüte aufgesetzt. Abmarsch Richtung ČEKAN ein Berggipfel in der Nähe.

Nach 30 Minuten der erste Abstecher von Frau Müller neben den Wanderweg. Nicht ohne Folgen! Die Wanderung musst abgesagt werden. Stoffsäcke und Messer aus dem Rucksack gekramt und im Nu die Säcke mit lecker Steinpilzen gefüllt.

Mit prallen Säckchen laufen Müllers zurück zum Ausgangsort um das vor Wochen an der Ostseeküste erstandene Dörr-Gerät in Betrieb zu nehmen. Mal sehen was dieser Reisemobil-Ausrüstungs-Gegenstand zu leisten vermag. Über Stromverbrauch und dessen Kosten schreibt der Müller später.

30 Minuten Arbeit ….

Schockiert

Müllers wieder auf Fahrrädern unterwegs zum kleinen Arber-See. Was uns schockiert? Nicht die Steigung der von Müller gewählten Fahrstrecke. Die bewältigten wir ohne Motor locker. Auch der Wetterwechsel gibt keinen Anlass überrascht bis schockiert zu sein. Aber was wir am Weges- und Waldrand zu sehen bekommen! Alle paar Meter liegen Papiertaschentücher. Ein fürchterliches Bild diese Hinterlassenschaften von Leuten die ihre Notdurft neben den Weg machen. Das im Bayrischen Naturpark, wir sind schockiert!!!

Vollen

Immer voller Einsatz für die müllersche Reisefoto-Sammlung:

Ohne Worte

Sehr windig

Heute ziehen Müllers nach Süd West weiter. Es sind Sturmböen angesagt worden. Die leisten im Oberpfälzer Wald ganze Arbeit. Die Hügel rauf und runter schiebt der West Wind mal von der Seite, mal von hinten. Aber Frau Müller hält das Steuer sicher in der Hand und hält dank angepasster Geschwindigkeit rechtzeitig an, als eine dürre Birke auf der Straße liegt. Beifahrer Müller schwingt sich vom Sitz auf die Straße. Entfernt das Hindernis und die Fahrt geht weiter.

Außer kleineren Ästen ist uns auf dem weiteren Weg nichts mehr in die Quere gekommen. Nun stehen wir am Fluss SCHWARZACH der die Grenze zwischen OBERPFÄLZER und BAYRISCHEM WALD bildet. Der Sturm tobt weiterhin. Morgen soll es ruhiger werden. Wer‘s glaubt.

Gaudi

Auf ihren Reisen begegnete den Müllers schon manch Brauchtum. Was wir aber im Ort MARKTLEUTHEN gesehen haben, ist wahrscheinlich einmalig.

Am dritten Montag im August ziehen junge Leute durch die Stadt und sammeln von verschiedenen Lebensmitteln Geschäften gespendete Getränke und Esswaren. Diese Köstlichkeiten in Form von Bier, Brot und Wurst werden zur Straßenbrücke über das Flüsschen EGER gebracht um dort verzehrt zu werden.

Das Gelage findet nicht an Tischen und Bänken auf, sondern unter der Brücke, bei lautem Gesang statt. Dieses Singen geht Nachmittags in lautes Rufen über, was dem Alkoholkonsum geschuldet ist. Ob das Sitzen auf Bänken die im Wasser stehen, mit nackten in demselbigen den Harnfluss zusätzlich anregt wollte den Müllers niemand sagen. Jedenfalls war im späteren Nachmittag Schluss mit Gaudi. Die schon über einhundert Jahre alte Tradition fand ihr Ende. Die Teilnehmer machten sich teils in ausgeprägtem Torkelgang auf den Heimweg. Ob der Alkohol oder blaue Füße der Grund waren, wer will das schon wissen. Hauptsache Tradition und Gaudi.

Galgenhumor

Schon neun Wochen sind Müllers unterwegs. Bis gestern immer in Gegenden mit kleinen Fallzahlen des allbekannten Erregers COVID-19. Nun streifen wir durch das Fichtelgebirge welches zum deutschen Bundesland Bayern gehört.

In Bayern sollen die Zahlen positiv getesteten Personen rapide am ansteigen sein. Es fragt sich also ob der Müller die falsche Route wählt oder ob er mehr Risiken eingehen will. Nun, seine geplante Tour will er nicht ändern und den Hygienisch-Beutel trägt er konsequent im Gesicht wenn es nach Corona riecht. Nicht ganz wie ihr aus dem Bild entnehmen könnt. Um den Saft aus dieser Dose genießen zu können, gibt’s nur eines Maske runter.

Was brauchen wir nicht?

BETON!

Die GÖLTZSCHTALBRÜCKE wurde aus über 26 Millionen Ziegel und 17’ooo m3 Sand erstellt. Bauzeit: 1846 – 1851. Höhe: 78m. Länge: 574m. Vier Etagen mit 81 Bögen. Steht bei NETZSCHKAU. Wird heute noch von Eisenbahnzügen befahren.

Also nochmal, warum brauchen wir überhaupt Beton?

Vorbei

Kommt mit Gebimmel der Eismann mit seinem Kastenwagen. Weil es heut so heiss ist, rennen wir. Immer hin 50m und die einzige Tätigkeit bisher.

Zurück gehen wir im Schlendrie-Gang leger mit Eisbechern und farbig Löffelchen in den Händen. Schnalzen die Zungen und stöhnen: „lecker, 😋.

Und kaum begonnen, ist’s schon vorbei mit der kühlen Leckerei.

nervig

Müllers entschließen sich wieder mal für einen Stadtbesuch. Damit das Ganze bequem wird, wird eine Rundfahrt im Bus gebucht, mit Aussteige- und Zusteigemöglichkeit an 22 Stationen. Treffpunkt beim Zwinger in Dresden.

Müllers fahren mit dem Bus auf Linie 64 der Stadt entgegen, links herum und landen nach 58 Minuten am anderen Ende der Stadt. Der Schweiß fließt in Strömen. Der Treffpunkt Zwinger wurde vom Bus nie angefahren. Was ist da falsch?

Man hätte viel früher auf die Straßenbahn umsteigen sollen. Na dann Taschencompi hervor geholt. Haltestelle gesucht, hingelaufen, eingestiegen bis zum Haltepunkt Synagoge gefahren, ausgestiegen, zum Treffpunkt Zwinger gelaufen.

Da in die Schlange von Warteten eingereiht, dabei geschwitzt wie blöd, bis auch Müllers ihre Tickets bekommen, sollten. Jetzt streikt das Gerät welches diese druckt. Personal genervt, wir genervt, sch….. Stadtbesuch. Nach gefühlter halber Stunde Tickets in der Hand, Schlange hinter uns seeeehr lange.

Einstieg in den Bus, Hygiene Masken nicht im Gesicht. Anschiss vom Fahrer folgt sofort. Sitzplatz im Oberdeck vorne, fast ganz vorne ergattert. Vor uns nur noch zwei Turdeltäubchen, die hätten sich besser ganz nach hinten gesetzt. Ihr Gefummelt nervt.

Die Fahrt beginnt. Über Lautsprecher werden Informationen zu Sehens- und anderen Würdigkeiten links und rechts der Fahrbahn raus geplärrt. Nach 22 mal Stopp und Go sind Müllers wieder am Ausgangspunkt. Nach dem Ausstieg ab in die nächste Eisdiele. gestärkt und innerlich gekühlt, wird anschließend Kreuz und Quer meist über Kopfsteinpflaster gestapft. Nachdem ungezählte Bauabschrankungen umgangen sind, stehen wir im Innenbereich des Zwingers für die letzten Fotos des Tages.

Bei der Haltestelle Synagoge steigen wir für die Rückfahrt in die Stassenbahn. Dort wird es dem Müller so heiss wie nie an diesem Tag. Ihm gegenüber sitzt eine Dame in Uniform der DVB, der Dresdner Verkehrs Betriebe und die Müllers haben keine Tickets für die Straßenbahn gezogen! Nichts passiert, Glück gehabt.

Außer flattriger Nerven den ganzen Tag war es ein gelungener Stadtbesuch in Dresden.

Behoben

Wieder tropft Wasser unter unserem Womo-Waschbecken hervor. Es scheint wie vor zwei Jahren der Grauwasser-Schlauch beschädigt zu sein. Wir sind eigentlich mit unserem Mobil sehr zufrieden. Doch alle paar Jahre den selben Schlauch ersetzen zu müssen, deutet klar auf eine Fehlkonstruktion hin.

Doch wenn Müllers unterwegs sind muss der Umbau warten. Zuhause wollen wir schauen was gemacht werden kann. Ein flexiblerer Schlauch, eine rundere Führung desselben und eine gefütterte Befestigung dürften ein Knicken und Einreißen verhindern.

Das Personal der in Dresden angefahrene Werkstatt konnte auch nicht zaubern. Jedenfalls montierten sie einen neuen Schlauch und monierten auch eine Fehlkonstruktion des Herstellers.

Soweit so gut, wir müssen nun keine Wasserlache mehr wegwischen, sind das Problem aber noch nicht los. Mal schauen wie wir es in den Griff bekommen.

Schaden behoben, Lösung verschoben oder, gut Ding will Weile haben.

Fummeln

Wer denkt was? Im Bild was in MEISSEN darunter verstanden wird:

Praktisch

Müllers sind heute morgen in einen Vorort von DRESDEN gefahren. Eigentlich sollte man direkt in der Stadt einen Platz aufsuchen. Was heut zu Tage auch möglich ist.

Nur mussten wir davon absehen weil, sagen wir mal so, unser Wohnmobil kleckert. Ein Riss im Ablauf-Schlauch des Waschbeckens im Sanitärraum vermuten wir. Der Profi wird das hoffentlich bestätigen.

Wärend der Schadenbehebung sind Müllers nicht untätig. In der Umgebung gibt’s genug anzusehen. Vorab die Stadt, die Moritzburg oder Meißen. Wir nehmen erstmals Meißen ins Visier.

Also ganz praktisch unsere Situation. Wohnmobil in Reparatur, wir auf kultureller Besichtigungs-Tour.

Am A….

Auch heute sind Müllers mit den Fahrrädern unterwegs zu einem großen Kulturgut SACHSENS. Die zu bewältigende Strecke ungefähr 13km. Zunächst von STRUPPEN den Berg runter an die ELBE. An dieser Fluss abwärts bis nach der Stadt PIRNA wieder links hoch auf einen Hügel. Heute so heiss wie gestern, fließt unser Schweiß in Strömen in die Trikots. Wir kommen gerade rechtzeitig beim Kassenhäuschen an wo wir als erste Eintrittskarten mit der Berechtigung zu einer Führung erstehen. 8 Euro finden wir einen fairen Preis. Schließlich bekommt man so einiges dafür auf seine Augen geklatscht. Die Rede ist vom BAROCKGARTEN GROSSSEDLITZ. Dieser ist sehr schön angelegt. Plätschernde Springbrunnen, Orangenbäume in Reihe, imposante Treppen und Gebäude sowie viele Sandsteinskulpuren mit teils knackigem A….. gibt es zu bewundern. Die Führung brachte noch manche zusätzliche Informationen zur Entstehung und dem Unterhalt der Anlage. Es lohnte sich wirklich mitzulaufen. Die Zeit war im Nu am A….. vorbei.

Festung

Steiler Anstieg auf die Festung KÖNIGSTEIN. Oben gibt’s für die Mühe eine schöne Rundumsicht. Foto findet ihr tausende im Internet.

Allen ein ruhiges Wochenende.

Mindestens

Mindestens einmal täglich gönnen wir uns einen oder mehrere 14%. Wer an Alkohol denkt der irrt. Steigungen und deren Prozente bekommt man noch nicht in Flaschen. Als Hügel im Sandsteingebirge an der ELBE aber alle paar Kilometer. Gibt schöne Radlerbeine. Ohne Motor erst recht.