müde Rücken

Die Mitglieder der müllersche Drachen-Armade liegen platt auf ihren Rücken. Vom Meister durch Luft gejagt, welche keinerlei Unterstützung  in Form von Aufwind geben mochte.

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Was wiederum dem Meister Müller viel synergetischen Aufwand an der Flugleine abverlangte. Soviel Energie, dass sich der mit müdem Rücken ein Bierchen in der Abendsonne gönnt.

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Sie liegt bereit

um beim feinsten Lufthauch abzuheben. Meine Winddrachen-Armada.

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Bis auf einen fertigte ich alle selber. Über den zeitlichen Aufwand möchte ich mich nicht auslassen. Bestimmt gibt es unter euch welche die mit einer Nähmaschine besser als der Müller umgehen können und  für die paar Naht-Meter bloss die hälfte Zeit benötigt hätten.

Von Drache zu Drache gelang die Arbeit besser. So sind die beiden Letztgefertigten wie eineiige Zwillinge geworden. Könnte man meinen, wenn nicht die unterschiedlichen Farben beide wieder zu Unikaten werden liessen. Bei der Farbenzusammenstellung orientierte ich mich einerseits an einem schweizerischen Kantonswappen und anderseits an der Flagge eines südamerikanischen Staates.

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Wer Lust hat, den lade ich gerne zum Bestimmen des Kantons und des Landes ein.

fertig gefertigt

Müller schloss gestern die Anfertigung seines neuesten Spielzeuges ab.

Es sieht an einem Eck so aus:

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In der Mitte so:

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und als Ganzes so:

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Es handelt sich um eine Kopie des Wind-Drachens „THE BRUHZILIAN“ von Bruce Lambert und Dave Young. Gefertigt aus modernsten Materialien wie Karbon-Gestänge und icarex-Stoffen.

Testflüge sind am Wochenende geplant. Drückt Müller die Daumen damit die böigen Winde keine Bruchlandung provozieren.

Spassprojekt

Leichtwind – Drachen steigen lassen macht unglaublich Spass. Besonders wenn sich mehrere Leute dafür treffen und eben diesen Spass miteinander teilen. Meist ergibt sich da ein Problem. Nicht jeder der mitmachen möchte hat einen Leichtwind – Drachen zur Hand.

Dem will der Müller entgegen halten und beginnt solche Drachen bereit zustellen. Da praktisch alle diese technisch ausgeklügelten Flugobjekte mit Kopierschutz und Nachbau-Verbote belegt sind, stehen nur wenige Objekte zu eben solchem Nachbau zur Verfügung. Dem Müller gefällt eines ganz besonders. Es ist der „urban ninja“ von Thomas Horvath http://www.horvath.ch . Dieser Leichtwind – Drache darf nachbebaut, jedoch nicht kommerziell genutzt werden. Auch nicht getauscht werden. Verschenken oder ausleihen ist erlaubt.

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Es gibt zwei Möglichkeiten um das Material für den Drachen zu erstehen. Erste Variante und bestimmt die Einfachere, bei horvath.ch einen Bausatz bestellen. Die etwas kompliziertere und die ist bloss erfahrenen Drachenbauern zu empfehlen, man kauft das Material selber zusammen. Was es alles braucht, findet man auf der Internetseite von drachenlabor – horvat. Eine Arbeit bleibt einem auch beim Kauf des Bausatzes nicht erspart. Die Schablonen für zwei der drei Segelteile müssen selber erstellt werden. Sie könne wie alle Angaben zum Zusammenbau aus dem Internet geholt werden.

Schritt für Schritt wird einem da erklärt was zu tun ist. Unter anderem müssen die Segelteile, die Leitkanten und die Stabtaschen geschnitten und zusammengenäht werden. Eine nicht ganz einfache Arbeit bei dem Raschel-Stoff. Die Flugeigenschaften können  durch unterschiedliche Länge der Waage und anderer Parametereinstellungen stark beeinflusst werden. Die Mühe lohnt allemal. Müller baute bereits zwei Bausätze zusammen.  Inzwischen versucht er sich an vier weiteren der leichten Drachen. Das mit dem Ziel eine kleine Armada von „urban ninja’s“ in den Himmel steigen zulassen. Damit das möglich wird, müssen sich noch ein paar Leute finden die mithelfen die bunten Flieger in die Luft steigen und dort schweben zu lassen.

Schwierig wird das erfahrungsgemäss nicht, denn egal wo Müller seine Leichtdrachen in den Himmel zieht, es stehen bald kleine und grosse Zuschauer an seiner Seite.

Suchtpotenzial

Müller kann nicht anders, auch er muss mal Farbe bekennen (oder schreibt man besser sich outen), das  wiederum könnte völlig falsch verstanden werden. Drum gleich ein paar Erklärungen nachgeliefert.

Eigentlich ist die Sucht keine Besondere, eher ein Kinderspiel und schadet nicht der Gesundheit. Im Gegenteil Müller ist dank ihr noch mehr draussen als bisher. Manchmal aber kann es sein, dass der Süchtling Stunden mit Massstab, Cutter und der Nähmaschine drinnen am Arbeitstisch verbringt, um am Potenzial zu arbeiten, das ihn seit dem Frühling auf Trab hält und öfters den Notiznagel vergessen lässt.

Es währe auch zu kaufen, nicht gerade umsonst. Deshalb hilft die Sucht noch Geld zu sparen. Das Resultat der Suchtarbeiten ist wie meist bei Handarbeit nicht jedesmal das Selbe.  Trotz Verwendung von Materialien wie Carbon, icarex, Dracon, Transferkleber, alles modernste Materialien, führen die kleinsten Abweichungen von Grössen und Gewicht zu völlig neuen Charakteren und Flugeigenschaften der gebauten Einleiner-Luftdrachen.

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Sie lassen sich an einer Leine hochziehen. Auch bei keinerlei Wind. Die Kunst und damit das wirkliche Suchtpotenzial findet sich darin, den Drachen möglichst lange in der Luft zu halten. Es wird dafür viel Geschick gepaart mit Geduld, Beobachtungsvermögen und innere Ruhe benötigt. Fast könnte man von Meditation sprechen.

Hier zieht eine Könnerin an der Leine

Ein Kinderspiel mit Suchtpotential zum abspannen für Erwachsene.
Was soll es? Müller trägt noch viel Kind im Manne.