Usti nad Labem – Melnik 76km, Tag 8, Radtour 2013

2013-06-30 Usti nad Labem-Melnik 76km Kopie

Guten Morgen

Heute fährt Müller von Usti nad Labem nach Melnik.

Euch allen einen schönen Tag. Nachrichten zu Müllers WANN, WAS, WIE, WO sind den ganzen Tag bei  Twitter unter Notiznagel nachlesbar.

Mit Radler-Gruss an Nah und Fern vom 60-jährigen Reisenden.

Dresden – Usti nad Labem 93km, Tag 7, Radtour 2013

2013-06-29 Dresden-Usti nad Labem 93km Kopie

Guten Morgen

Heute fährt Müller von Dresden nach Usti nad Labem.

Euch allen einen schönen Tag. Nachrichten zu Müllers WANN, WAS, WIE, WO sind den ganzen Tag bei  Twitter unter Notiznagel nachlesbar.

Mit Radler-Gruss an Nah und Fern vom 60-jährigen Reisenden.

Mühlberg/Elbe – Dresden 80km, Tag 6, Radtour 2013

2013-06-28 Mühlberg-Dresden 80km Kopie

Guten Morgen

Heute fährt Müller von Mühlberg/Elbe nach Dresden.

Euch allen einen schönen Tag. Nachrichten zu Müllers WANN, WAS, WIE, WO sind den ganzen Tag bei  Twitter unter Notiznagel nachlesbar.

Mit Radler-Gruss an Nah und Fern vom 60-jährigen Reisenden.

Lutherstadt Wittenberg – Mühlberg/Elbe 95km, Tag 5, Radtour 2013

2013-06-27 Lutherstadt Wittenberg-Mühlberg 95km Kopie

Guten Morgen
Heute fährt Müller von der Lutherstadt Wittenberg nach Mühlberg/Elbe.

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Mit Radler-Gruss an Nah und Fern vom 60-jährigen Reisenden.

Schönebeck – Lutherstadt Wittenberg 90km, Tag 4, Radtour 2013

2013-06-26 Schönebeck-Lutherstadt Wittenberg 90km Kopie

Guten Morgen
Heute fährt Müller von Schönebeck an der Elbe zur Lutherstadt Wittenberg.

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Mit Radler-Gruss an Nah und Fern vom 60-jährigen Reisenden.

Havelberg – Schönebeck 120km, Tag 3, Radtour 2013

2013-06-25 Havelberg-Schönebeck 120km Kopie

Guten Morgen
Heute fährt Müller von der Hansestadt Havelberg nach Schönebeck an der Elbe.

Euch allen einen schönen Tag. Nachrichten zu Müllers WANN, WAS, WIE, WO sind den ganzen Tag bei  Twitter unter Notiznagel nachlesbar.

Mit Radler-Gruss an Nah und Fern vom 60-jährigen Reisenden.

Stapel – Havelberg 109km, Tag 2, Radtour 2013

2013-06-24 Stapel-Havelberg 109km Kopie1

Guten Morgen
Heute fährt Müller vom Weiler Stapel im Amt Neuhaus zur Hansestadt Havelberg.

Euch allen einen schönen Tag. Nachrichten zu Müllers WANN, WAS, WIE, WO sind den ganzen Tag bei  Twitter unter Notiznagel nachlesbar.

Mit Radler-Gruss an Nah und Fern vom 60-jährigen Reisenden.

Hamburg – Stapel 105km, Tag 1, Radtour 2013

2013-06-23 Hamburg-Stapel

Guten Morgen
Nach der Fahrt mit dem Nachtzug geht Müller, sein Tourenrad neben sich herschiebend, vor den Hauptbahnhof Hamburg.
Heute fährt er von Hamburg in die Elbauen zum Weiler Stapel im Amt Neuhaus.

Euch allen einen schönen Tag. Nachrichten zu Müllers WANN, WAS, WIE, WO sind den ganzen Tag bei  Twitter unter Notiznagel nachlesbar.

Mit Radler-Gruss an Nah und Fern vom 60-jährigen Reisenden.

Start der Radtour 2013

„Ihr Feriensaldo muss kleiner werden. Das kann nicht schwierig sein. Mindestens drei Wochen müssen weg.“ Der Chef sagt dies mit einem Ton, der den Müller aufhorchen lässt. „OK, mach ich mir ein Geburtstagsgeschenk. Die Ferienmeldung folgt.“ Müller zieht von dannen.
Drei Wochen mit dem Tourenrad, die Gedanken in Müllers Kopf rattern drauflos. Wo hin? Drei mal sieben Tage Zeit. Jeden Tag so um die 100km. Das Rattern hat bald ein Ende, der Entschluss wird schnell gefasst. Hamburg retour!

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KURZFASSUNG: Zugfahrt nach Hamburg, den Flüssen Elbe, Moldau entlang über Prag nach Linz in Österreich. Weiter neben den Flüsse Traun, Ager zu den Salzburgerseen, dann hinunter nach Salzburg. Über Kitzbühl, Innsbruck, Landeck zurück in die Schweiz.
Die ersten beiden Wochen sind in fixe Strecken und bestimmte Aufenthaltsorte aufgeteilt. Die dritte Woche der Reise wird ohne vorbestimmte Ziele genüssliche geradelt oder Bahn gefahren.

ERKLÄRUNG: Es wird euch nicht entgangen sein, dass ein grosser Teil der geplanten Tour durch die Hochwasser-Katastrophengebiete in Deutschland, der Tschechoslowakei und Österreich führt. Da ich schon vor mehreren Wochen Reservationen für Bahntransport sowie Unterkünfte platzierte, will ich die Reise anzutreten und wo nötig Ausweichstrecken einzuschieben, um den Tourismus in diesen Regionen wenigstens ein kleines Bisschen anzukurbeln.

WICHTIG: Müller stellt während der ersten beiden Wochen täglich einen Blog-Beitrag mit Streckenkarte und Links zu den besuchten Orten ein. Euer Kommentare kann er nicht  sofort beantworten, der „Läppi“ (Notebook) bleibt daheim. Ob sich frei zugängliche PC’s in den jeweiligen Unterkünften finden lassen, wurde nicht geklärt. In der dritte Woche ist Notiznagel-Abstinenz angesagt.
Aktuelles zu Müllers Radtour kann während der ganzen Zeit in Twitter unter Notiznagel nachgelesen werden. Das Lesen  ist auch für jene die nicht bei Twitter angemeldet sind möglich.

Bis bald
Der 60-jährige Müller

aus zwei mach Eines

Wer kennt ihn nicht, den Schweizer Fahrrad Regenschutz? Handlich praktisch findet er sich auch in Müllers Radtouren-Ausrüstung wieder. Eigentlich ist gegen dieses Schutzprinzip vor herab prasselndem Wasser seitens kleingewachsenen Nutzern nichts einzuwenden. Weisst der Anwender eine Körpergrösse über 180cm aus, kommen beim Tourenradfahren, ausgelöst durch die mitgeführte Fronttasche am Fahrradlenker, Schwierigkeiten auf einigermassen Schutz unter der kurzen schmalen Blache zu finden.

IMG_0430-kopieMüller hat sich was einfallen lassen, einen Alten gelbfarbigen Regenschutz zerstückelt und mit einem Neueren grünfarbigen zu einem XXXL-Schweizer Fahrradregenschutz zusammen gezimmert. Der wichtigste Vorteil des Schlechtwetter-Kleidungsstückes ist nicht der optimale Schutz vor Regen sondern die grauenvoll- auffällige Farbenzusammenstellung. Durch diese ist garantiert, dass der radfahrende Müller auch dem miserabelst sehenden Verkehrsteilnehmer auffällt, bevor derselbige ihn hoffentlich doch nicht überfährt.

16 Jahre treu gedient

IMG_0380-KopieDie Zeit ist gekommen, es muss sich was ändern! Schabstellen, Löcher und die unansehnliche Farbe rufen nach was Anderem.

„Viel Vergnügen!“ Mit einem breiten Lachen bis zu beiden Ohren hinauf beginnt der Fahrradmechaniker mit der Demontage des in die Jahre gekommenen Velosattel. Um im anschliessenden Arbeitsgang eine schwarze, neue lederne Sitzbank auf die Sattelstütze zu schrauben. Müller steht in Gedanken versunken daneben und schaut den Mech fragend an. Ein spitzbübischer Gesichtsausdruck ziert sein Antlitz als die Wort, „wirst du noch spüren, kannst ihn auch zurück bringen“ über seine Lippen kommen.

Müller dämmert was gemeint ist. Ein lederner Fahrradsattel einsitzen, ist vergleichsweise wie neue Stiefel einlaufen. Kann zur qualvollen Tortour werden. Ergibt sich  das Leder mit der Zeit dem Sitzfleisch und hat der Formprozess dem Sattel seinen endgültigen Charakter eingewalkt, fühlt sich der Fahrer als Sieger wie im Radl-Fauteuil. Zwar gehen die Erfahrungen verschiedenster fahrradfahrender Hinterteile mit solcher Formarbeit weit auseinander. Müller ist, da sein Hinterteil in den letzten Jahren keine Mühe mit harten Polsterungen bekundete zuversichtlich. „Wird schon werden“, sagt er zum Mech, setzt sich auf seinen neuen Fahrradsattel und fährt davon.

eingeweiht

IMG_0395-KopieDer Nebel im Reusstal ist dicht, feucht und nicht motivierend. Müller und sein Bruder pedalieren  mit ihren Rennräder zum vereinbarten Startort. Ein kleinere Gruppe Fahrradfahrer steht auf dem Platz. Einzelne witzeln über das diesige Wetter andere schweigen mit langem Gesicht. Wie Müller tragen viele  Langefinger-Handschuhe. Der Ausflugs-Organisator mit Namen Heinz entschuldigt sich für das Wetter für das er bekanntlich nicht verantwortlich ist. Nur der Startort und der Zeitpunkt 07:30 Uhr, für die Beiden müsste er die Rote Karte gezeigt bekommen. Kurze Info, 90km Streckenlänge, etwas über 1000 Höhenmeter, erste Steckenhälfte mit teilweise „giftigen“ Anstiegen, zweite Hälfte zum „Rollen“. Los geht die Fahrt.

Wie Versprochen folgt ein „Gift-Stutz“ dem Andern. Müller zippt den Reisverschluss seines neuen Trikot runter, wieder rauf , runter ganz im Rhythmus der Anstiege. Die Tramplerei beginnt sich zu lohnen. Der Nebel ist im Tal geblieben, die Wolken über den Helmen der Fahrradfahrer lichten sich und die Sonne beginnt ihre Wärme zu verbreiten. Dafür bläst auf den Hügelkanten ein saukalter Wind in die verschwitzen Gesichter. Der Kulminationspunkt auf dem Ratenpass ist der geeignete Ort um sich mit Futter für die Lebensgeister einzudecken. Nussgipfel, Cola, Kaffee, Wasser und manches mehr wurde vom Bedien-Personal auf die windgeschützte Sonnenterrasse getragen und von der Radlerbande weggeputzt.

Es beginnt die zweite Streckenhälfte. In sausender Fahrt brausen die Radler Richtung Osten den Pass hinunter. Müller setzt sich an die Zweite Stelle des Fahrerfeldes. Da kann der Rausch des Runtersausens ohne grosse Sturzgefahr genossen werden. Das Sausen ist nach geschätzten fünf Minuten zu Ende. Pedale treten! Dass geht leicht. Ohne Elektromotor, ganz nachhaltig mit dem saukalten Wind. Am Ende der Runterfahrt trifft der Tross in Arth am See ein wo sich nur Männer in die Büsche schlagen um sich mit breitgestellten Beinen von ihrem Blasenwässerchen zu trennen. Die mitfahrenden Frauen  kostet dies ein Lächeln. Weiter geht die Fahrt zurück an den Ausgangsort.

Der ist nicht wieder zu erkennen. Jede Menge Leute sitzen in der Gartenwirtschaft und geniessen das schöne Wetter. Heut Morgen hätte keiner dieser Menschen geglaubt am Nachmittag so hier sitzen zu können. Genau wie die tri team zugerland Mitglieder welche heute ihr neues Vereinstrikot einweihten. Zwei aber wussten Bescheid wie das Wetter werden wird: Peterus und der Organisator Heinz.

die Drähte müssen weg

IMG_0376Die letzten fünf Fahrräder warten  im Keller auf ihre erste Ausfahrt im Jahr 2013. Zuvor muss noch der Fahrer selber in Schuss gebracht werden. So liest Müller die Anwendungsanweisung auf der Tubenrückseite. Die Weisung ist so (zu) lange, dass er bis zur Mitte kommt und sich entschliesst sofort den Deckel von der Tube zu schrauben und die weissliche Flüssigkeit des Inhaltes gleichmässig an seinen Beinen zu verteilen. Vier Minuten warten, ab in die Dusche. Brause in die eine Hand, Waschlappen in die Andere und Wasser marsch. Tatsächlich, die „Drähte“ an Müllers Beinen lösen sich aus ihren Verankerungen um mit dem Wasserstrahl und der Hilfe des Waschlappens in Richtung Abfluss zu rauschen.

Ein rechter Gümmeler (Rennradfahrer) rasiert sich vor der ersten Ausfahrt seine Beine. Heute fährt Müller aus!

Wirbel über Kopfsteine

L1030193 kopieDie Reifen auf den Carbon-Felgen haben heute einen kleineren Luftdruck inne. Die Strassenbeläge werden ständig wechseln. Vom Babypopofeinen, zum dick Verstaubten und von Kopfsteinpflaster übersäten wieder zurück. Der Strassenbelag ist das Eine, richtig schwierig ist es die Steigungen hoch zu kommen. Zum Glück stehen da die Zuschauer hinter Sperrgittern wie im Zoo. Sie brüllen wie am Spiess was motivieren soll. Müller teilt sie auf in Freunde, Fans und Fanatiker. Wer wer ist, keine Ahnung.

Auf der letzten Runde, jetzt um die Rechtskurve rein in die mit Kopfsteinen übersäte Steigung. Die türmt sich immer steiler auf. Nur das Hinterteil nicht vom Sattel nehmen, der Gummi der Reifen auf den Carbon-Felgen würde dadurch seinen Griff zu den Holppersteinen verlieren. Tempoverlust die Folge, schlimmstenfalls wird man von einem gegnerischen Ellenbogen berührt, steigt vom Rad und stöckelt ans Ende der Steigung.

Müller hört die Fans, Fanatiker rufen. Sein Blut ist der Art in Wallung es kann nicht gefrieren, dafür stellt sich sein Nackenhaar. Geschafft als Erster oben, nur noch 15 Kilometer bis ins Ziel. Mit dem allergrössten Gang seiner Fahrradschaltung wirbelt er davon, braust dem Ziel entgegen. Die Gegner liegen schon eine Minute zurück! Noch 100 Meter, die Arme hoch, beide Zeigefinger in den Himmel gereckt. Es rollen zwei Reifen mit niederem Luftdruck auf Carbon-Räder über die Ziellinie. Gewonnen, Bravo!

Müller steht vom Fernseher auf, stapft in die Küche und holt ein Bierchen. Derweil beginnt die Siegerehrung für einen bekannten Schweizer Radfahrer welcher soeben in Flandern ein Rennen (hoffentlich sauber) gewonnen hat. Prost vom Zuschauer Müller.

da waren es noch Fünf

L1010387 kopieDas Shirt sieht nicht mehr aus wie einst und stinkt ziemlich zum Himmel. Jedenfalls für all die, die nicht so gerne Dämpfe von Lösungsmittel um sich haben.

Da stehen Beide und strahlen. Kein Wunder, endlich ist das Folterwerkzeug Spraydose, mit samt dem baumwollenen T-Shirt beiseite gestellt. Jetzt sollte jeder der sich den Beiden nähern will besser eine Sonnenbrille aufsetzen. Der Glanz könnte prompt ins Auge gehen.

Was war den da los? Rückblick: Der Müller hat sich, nach dem er seine Kakteensammlung nach deren Überwinterung näher besichtigt hat, ziemlich enttäuscht um eine Ablenkung bemüht. Weil, warum? Die überlebenden Kakteen und die welche auf dem Kompost landeten, sahen nicht sehr tolle aus. Selber schuld Müller, wenn Du den neuen Überwinterungsplatz zu wenig beobachtet hast. Ein Drittel der Gewächse ist futsch. Wieder was gelernt.

So kommt es, dass ein frustig Angestachelter zwei Zweirad-Sätze aus seinem Bestand von insgesamt Sieben, der dunklen Kellerecke ans Licht entreisst, um die Zweiräder sogleich mit Spülmittel und Wasser aus dem Gartenschlauch zu traktieren. Die weissen Schäumchen die dem ausgedrückten Schwamm zwischen Müllers Händen entsteigen, werden bei jeder Wiederholung der Prozedur schwärzer und schwärzer.

Erst nach dem zweiten Waschgang verschwinden all die Schmutzablagerungen, welche sich in den letzten Wochen im harten Wintereinsatz, an Felgen, Rahmen und Schutzblechen gebildet hatten.

Nach der unangenehmen Wäsche folgt die Wohlfühlbelohnung. Dabei reibt der Müller mit dem T-Shirt alle noch feuchten Stellen an den Beiden trocken. Bringt da und dort noch einen Pfupf WD-40 an, nicht vergessend die Ketten mit Oel vom feinsten zu beträufeln.

So stehen nun zwei glänzend, wie neu aussehende Alltag-Fahrräder im Hof und hoffen auf die grosse Frühlingsausfahrt. Aber, die Beiden müssen sich noch wie die fünf anderen winterdreckigen Radsätze etwas gedulden, weil der Müller hat jetzt kalte Finger und will in die Wärme.