Lass es knacken

Von unseren diesjährigen Womo-Reisen brachten wir nebst Beeren, Pilzen und Kaki auch Nüsse nachhause.

Nun ist es Zeit letztere zu verarbeiten. Darum der Slogan: Lieber Müller lass es knacken.

Von Müllers iPhone gesendet

Werbeanzeigen

Zum z‘Nacht

En Röschti us grafflette Rüebli und Härdöpfel.

Zum Nachtessen:
Rösti aus geraffelten Karotten und Kartoffeln.

von Müllers iPhone gesendet.

Rigi

IMG_4578 Kopie

„Jetzt haben wir wieder einen verpasst – und nur du bist schuld daran. Das gleicht dir wieder, eine Pfeife anzünden und auf den Sonnenaufgang im Westen warten!“

Mark Twain, Climbing the Rigi, edition bücherlese, 2018,
aus der Monatszeitschrift DIE ALPEN 2018 Ausgabe 10, des schweizerischen Alpen-Club SAC.

Ka(c)ki-Maniea

Die ganze Wohnung duftet wundersam süsslich. Auch die Raumtemperatur ist über den Durchschnitt geklettert. Bei Müllers herrscht seit gestern nachmittag Ausnahmezustand. Nach einem freundschaftlichen Anruf mit einer Einladungsabholung von Freunden steht eine Plastikkiste randvoll gefüllt mit orange-gold farbigen Kaki-Früchten in Frau Müllers Küche. Diese wurde vor wenigen Tagen gründlich geputzt, aber die Verarbeitung der Süssigkeiten geht vor. Klebrige Küchenzeile hin oder her.

So wird Frucht für Frucht gereinigt. Danach entschieden was daraus werden soll, Marmelade oder Trockenfutter für radelnde Müllers. Die weichen Früchte werden geschält, verhackstückt, dann püriert und in fein schmeckende  Marmelade verwandelt.

Die festeren Früchte werden ebenfalls geschält, dann auf einem Hobel in Scheiben geschnitten und die auf den runden Siebgittern des Dörrex zum trocknen aus gelegt. Eigentlich weilte das Trockengerät für die Winterpause im tiefen Keller. Doch der Müller erhielt vom Chef Küche, den Auftrag das Gerät aus seinem Winterschlaf zu rütteln und nach oben zu bringen. Statt Pilze hilft es nun Süsslinge als Wegzehrung für Wanderer oder Radfahrer herzustellen.

Kurzer Spaziergang

Frau Müller will raus, am liebsten an die Sonne versteht sich. Er, der Herr Müller sitz mit seinem Klappi gedankenversunken am runden Tisch. Draußen scheint wirklich die Sonne. Es gibt für den Müller keine Ausrede in den vier Wänden zu bleiben.

Nur wenig später hält das Automobil mit den Müllers an Bord auf einem gekiesten Parkplatz zwischen Wald und See. Die Sonne ist weg. Frau Müller stört dies nicht. Zur Erinnerung, sie wünschte sich draussen an der Sonne zu sein. Müllers Gedanke: „Da stimmt was nicht!“ Beide schlüpfen in die Wanderschuhe. Man weiss nie ob der Rundweg zwischen See und Wald nass und dreckig, oder trocken und gut begehbar ist. Heute geht es sich leicht. Die Trockenheit schaffte alle Feuchtigkeit von Wurzeln und Steinen. Man kann gemütlich dahin schlendern und dabei dem Rascheln des gefallenen Laubes zuhören.

Wie Müller mit einem entzückten Seufzer stehen bleibt, ist Frau Müller schnell zur Stelle. Zieht mit einem Lächeln einen baumwollenen Pilzsack aus ihrer Jackentasche. Richtig gedacht, für Pilze geht Frau Müller meilenweit, egal wenn der Hochnebel die Sonne versteckt.

Ja es gibt hier noch Anfangs November essbarer Pilze. Zwar sind es nicht die von Müllers Frau erhofften Herbsttrompeten, aber die gefundenen Röhrlinge nehmen wir gerne und ändern das Menü vom heutigen Abend.

Kinderhort

boy child childhood class
Photo by Pixabay on Pexels.com

Standort: Einkaufscenter Zugerland

Abteilung: m-electronics

Testauslage-Theke: Smartphones

geöffnet: jeden Samstag zu den Einkaufscenter-Öffnungszeiten

Kosten: keine, wird als Investition in die künftige, heute noch kindliche Kundschaft verbucht.

In welche Marketing-Strategie die vom Trubel abgeschreckten und fernbleibenden Erwachsenen wie der Müller passen sollen, keine Ahnung?

Eines aber stimmt somit, wie vom Grossverteiler in der Fernsehwerbung verkündet:

“ Die MIGROS gehört den LEUTEN „

 

dingfest

Wer ärgerte sich nicht auch wie der Müller in den letzten Tagen. All der Blütenstaub überall. Auf den Strassen, den Gehsteigen, auf Balkontischen, Stühlen, Simsen. Auf Küchenzeilen, Bilderrahmen und Glasflächen

Müller hat sich nach den Übeltätern umgeschaut und und er Umgebung auch welche gefunden. Nur dingfest machen geht nicht. Die Bäume stehen angewurzelt und zeigen ihre ganze Pracht.

Männlein und Weiblein in Mengen, bloss wer ist nun wer?