ab ins Jahresende

Bis Anfang Januar 2020 bleiben unsere Füsse oben:

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Müllers vom Notiznagel wünschen Allen schöne Festtage und eine guten Rutsch ins Neue Jahr.

Wie arme Leute leben

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm bei einer sehr armen Familie.

Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seine Sohn:
„Wie war dieser Ausflug?“

„Sehr interessant!“, antwortete der Sohn.

„Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?“

„Oh ja Vater, das habe ich gesehen.“

„Was hast du also gelernt?“, fragte der Vater.

Der Sohn antwortete:
„Ich habe gesehen, das wir eine Hund haben und die Leute auf der Farm haben Vier.
Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben eine See, der gar nicht mehr aufhört.
Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne.
Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.“

Der Vater war sprachlos.

Und der Sohn fügte noch hinzu:
„Danke, Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.“

Diese Geschichte wurde dem Müller als Weihnachtsgruss von der Firma Licht AG geschickt.

Beruf Abenteurer

Artikel von Emil Zopfi Schriftsteller

In einem Film, den ich letzthin sah, antwortet ein Junge auf die Frage, was er einmal werden möchte: «Abenteurer!» Der Beruf des Abenteurers oder der Abenteurerin scheint nichts Ungewöhnliches mehr zu sein. Reinhold Messner zum Beispiel bezeichnet sich in einem Interview als «Freelance-Abenteurer». Mit «Abenteurer von Beruf» überschrieb die NZZ einen Artikel über den Extrembergsteiger, Filmer und Fotografen Thomas Ulrich, nachdem er 2006 versucht hatte, auf Ski die Arktis zu durchqueren, und auf einer Eisscholle gestrandet war. Durch Abenteuerreisen zu den «drei geografischen Polen» Mount Everest, Nord- und Südpol hat sich Bergführerin Evelyne Binsack einen Namen gemacht. Die «Grenzgängerin», so der Titel ihres Buches, kletterte zwischendurch auch mal medienwirksam auf einen Büroturm in Frankfurt.

Im Gegensatz zu dem Polarforscher Fridtjof Nansen oder dem Everest-Pionier George Mallory sind die Abenteurer des 21. Jahrhunderts technologisch, textil und medial hochgerüstet unterwegs und via Satelliten stets online. Der tägliche Blog mit spektakulären Bildern für die Fans und Follower ist dabei Pflicht. Denn nebst der Stille und der Einsamkeit in den Stürmen des ewigen Eises gehören zum Freelance-Abenteurer der Lärm und der Sturm der medialen Aufmerksamkeit.

Abenteuer als Broterwerb – eigentlich ein Paradox. Abenteuer heisst aufbrechen, die Alltagswelt hinter sich lassen auf der Suche nach dem Unbekannten, dem Aussergewöhnlichen. Die Abenteuer-Profis jedoch, das zeigen ihre Websites, können den ökonomisch-gesellschaftlichen Zwängen schliesslich doch nicht entrinnen. Ihre Expeditionen sind kostspielig, und am Ende des Jahres muss, wie für jeden Freischaffenden, die Rechnung aufgehen. Multimediareferate, Filme, Fotos, Bücher, Expeditionsführungen, Motivationsseminare für Manager, Sponsoring und Crowdfunding machen es möglich.

Allerdings gibt es auch heute Menschen, die mit kargen Mitteln und rudimentärer Ausrüstung Wüsten durchqueren, Gebirge überschreiten, sich durch Urwälder kämpfen oder in Schlauchbooten über Meere fahren. Als Abenteurer wider Willen suchen Millionen von Flüchtlingen das genaue Gegenteil der Profi-Abenteurer: eine geordnete, gesicherte Alltagswelt, die sie nie mehr verlassen müssen. Die wahren Abenteurer sind Menschen, die es gar nicht sein wollen.

siehe die Alpen, Ausgabe 12/19

Da haben wir ….

Vor wenigen Stunden pikste der Müller dieses Bild auf den Notiznagel. „Was das sei?“, seine Frage.

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Noch spannender, für was braucht man so etwas?

Lasst Müller kurz berichten. Im Frühling dieses Jahres begab der sich mit Freunden in die noch ziemlich verschneite Natur. Für solche Unternehmungen braucht es eine gute Ausrüstung wie Kleider, Schuhe, Wanderstöcke usw. Ganz besonders wichtig Skier oder Ähnliches. Eben, der Müller besitzt schon länger keine Skier mehr. Dafür Schneeschuhe und die hatten im Frühling ihr vierzehntes Dienstjahr hinter sich.

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Die gealterten Riemen wurden schon vor geraumer Zeit ersetzt. Der Rest wird noch ein Weile halten, dachte Müller.
Das kam auf dieser Tour ganz anders. Mitten im Abstieg, zum Glück auf dem Rückweg kann man sagen, brach ein Gelenkteil des rechten Schneeschuh und der Müller stand schön schräg in der Landschaft. Mit viel Mühe und Gefluche wurde noch der Rest des Weges zurückgelegt.
Ganz klar, dass es nun höchste Zeit wurde neue Schneeschuhe anzuschaffen. Müller staunte nicht schlecht wie er auf die Internetseite seiner geliebten Schneeschuhmarke schaute. Hier wird ein Bindungssystem angeboten wie er es noch nicht gesehen hat. Im Sportgeschäft musste er sich erst überwinden seinen Schuh mit dem futuristischen Netz fest zu zurren. Das Festzurren geht aber so schnell, auch mit Handschuhen, dass Müller nicht zweimal gebeten werden musste. Er liess sich die Dinger einpacken, auch wenn der Preis dafür ein grosses Loch in Sport-Budget der Müllers rissen.

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Wie sich der Schneeschuh bewährt, davon berichtet Müller in den nächsten Monaten.

Wo ist er geblieben

Bestimmt hat manche Leserin, mancher Leser sich die vergangenen Wochen und Monate gewundert wo die müllerschen Beiträge bleiben. Auf der Blogseite des Notiznagels ist es ruhig geworden, sehr ruhig sogar.

Der Grund ist etwas, dem sich viele Leute in unserer Gesellschaft lieber entziehen.
Der Umgang damit ist unbequem:

Nur nicht an sein oder das Lebensende anderer denken.
Das Wie, das Wo, das Wann, das Wohin?
Jemanden in den Tod begleiten, nein danke!

Müller bekam Gelegenheit sich mit all dem aktiv auseinander zu setzen.
Seit Jahren von seiner Mutter auf den Moment ihres Gehens mit vielen guten Gesprächen über das Sterben und den Tod vorbereitet, war die letzte Zeit gespickt mit seelischen Hochs und Tiefs.
Der Anspruch wurde so gross, dass der Notiznagel zur Nebensächlichkeit verkam.

Dafür bleiben Spuren in Müllers Herz, wertvolle versteht sich.

Das nachfolgende Bild zeigt die Urenkelin Ina anlässlich der Urnenbeisetzung. Sie hört gebannt das Trauergeläut der Kirchglocken.

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„Weicheier“

Werden geköpft!

Deshalb gibt es viele „Hartgesottene“.

Schmuck

Für den Weihnachtsbaum oder die Damen von Welt als Ohrschmuck.

Von Müllers Phone gepostet.

Pilz aus Krug

Bei der heutigen Wanderung fand Müller am Wegrand keinen einzigen Pilz. Dafür im Restaurant einen im Krug.

Pils ist nicht Pilz, ist meist flüssig und schmeckt noch besser.

NAPOLÉON zu Besuch

Heute gibt er dem Müller die Ehre.

Gedanken

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„Meine Gedanken ruhen, wenn ich sitze.
Mein Geist geht nicht, wenn ich nicht die Beine bewege“

Michel de Montaigne, Essays
aus der Monatszeitschrift DIE ALPEN 2018 Ausgabe 11, des schweizerischen Alpen-Club SAC.

Spanien

Spanien grüßt die Schweiz

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aus Müllers Küche.

von Müllers iPhone gesendet.

Lass es knacken

Von unseren diesjährigen Womo-Reisen brachten wir nebst Beeren, Pilzen und Kaki auch Nüsse nachhause.

Nun ist es Zeit letztere zu verarbeiten. Darum der Slogan: Lieber Müller lass es knacken.

Von Müllers iPhone gesendet

Zum z‘Nacht

En Röschti us grafflette Rüebli und Härdöpfel.

Zum Nachtessen:
Rösti aus geraffelten Karotten und Kartoffeln.

von Müllers iPhone gesendet.

Rigi

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„Jetzt haben wir wieder einen verpasst – und nur du bist schuld daran. Das gleicht dir wieder, eine Pfeife anzünden und auf den Sonnenaufgang im Westen warten!“

Mark Twain, Climbing the Rigi, edition bücherlese, 2018,
aus der Monatszeitschrift DIE ALPEN 2018 Ausgabe 10, des schweizerischen Alpen-Club SAC.

Ka(c)ki-Maniea

Die ganze Wohnung duftet wundersam süsslich. Auch die Raumtemperatur ist über den Durchschnitt geklettert. Bei Müllers herrscht seit gestern nachmittag Ausnahmezustand. Nach einem freundschaftlichen Anruf mit einer Einladungsabholung von Freunden steht eine Plastikkiste randvoll gefüllt mit orange-gold farbigen Kaki-Früchten in Frau Müllers Küche. Diese wurde vor wenigen Tagen gründlich geputzt, aber die Verarbeitung der Süssigkeiten geht vor. Klebrige Küchenzeile hin oder her.

So wird Frucht für Frucht gereinigt. Danach entschieden was daraus werden soll, Marmelade oder Trockenfutter für radelnde Müllers. Die weichen Früchte werden geschält, verhackstückt, dann püriert und in fein schmeckende  Marmelade verwandelt.

Die festeren Früchte werden ebenfalls geschält, dann auf einem Hobel in Scheiben geschnitten und die auf den runden Siebgittern des Dörrex zum trocknen aus gelegt. Eigentlich weilte das Trockengerät für die Winterpause im tiefen Keller. Doch der Müller erhielt vom Chef Küche, den Auftrag das Gerät aus seinem Winterschlaf zu rütteln und nach oben zu bringen. Statt Pilze hilft es nun Süsslinge als Wegzehrung für Wanderer oder Radfahrer herzustellen.