Purer

Ruhe, Wasser, Sonne, purer Genuss. Allen ein schönes, ruhiges Wochenende. Die Müllers.

Überflieger

Gemalt auf eine Hauswand in GROS NEIDA:

Friedensrose

Schon gehört? Diese Rose gibt’s tatsächlich und ist wie Müllers überzeugt sind wichtiger den je.

Nachtrag

Wer ist schon mit Bretter an den Füßen einen Hügel runter gesaust? Richtig Ski gefahren auf einem tief verschneiten Hang. Hat dabei gejauchzt vor Freude. Wahrscheinlich die wenigsten der Leser dieses Beitrages. Den meisten wurde für ihre Fahrt mit schwerem Gerät, einem sogenannten Pistenbulli eine topfebene Piste präpariert.

Und jetzt kommt es, das wird im Spreewald, auf dessen Kanälen, für die Paddler genau so gemacht. Das angeschwemmte Grünzeug wird weggepackt. Mit eine Wasserbulli versteht sich:

Für freie Paddelfahrt

E04

Das Kürzel liest Müller nicht auf einer Lebensmittel-Verpackung. Er steht im Dunkeln, schaut zur Kontrollanzeige der SAT-Schüssel und kratzt sich seinen Hinterkopf. Das las er doch auch schon! Genau, die SAT-Schüssel wird nicht eingefahren weil, die Einfahr-Nut für den Sensorarm blockiert ist. Draußen stockdunkel und dabei auf das Reisemobildach klettern. Nein danke zumal es auch noch zu regnen beginnt. Schnell das blinkende E04 Kürzel abgedeckt und ins Bett geschlüpft.

Um 07:00 Uhr aus den Federn. Der Müller will jetzt wissen was sich da oben in die SAT-Schüssel verirrt und verklemmt hat. Weil keine Leiter zur Verfügung steht, zwängt sich Müller durch die Wohnzimmer Lucke nach oben. Rutscht auf den Knien übers Dach zur SAT-Anlage. Und der Übeltäter ist überführt! Er, besser Sie kam durch die Luft geflogen. Vom nahen Baum, der grünen Eiche.

Ein Zug

Es fährt ein Zug …….

…… nach Nirgendwo.

Nadelwald mitten der Eisenbahnschienen

Knaller

Zum Wochenende genauer zum Samstag ist es so weit. Auf diesen warten Müllers seit Tagen, nein Wochen. Nicht ein Festtagsböller, der Sommer ist gemeint.

Dieser hält uns wirklich lange hin. Doch plötzlich ist er da. Laut Wetterbericht so drei Tage in etwa. Immerhin, davon wird der letzte Tag stürmisch und von Gewittern durch zogen sein. Aber heut ist heut und morgen Morgen. Genießen wir also den Sonnenknaller auf unserem Wohnmobil-Dach!

Einblick in unsere Sauna Landschaft

1. August

Der Tag der Schweiz, Nationalfeiertag! Müllers nicht zuhause, aber hier im Lausitzer Seeland sehr gut aufgehoben. Die Böllerschüssen und die Leuchtkörper vom Feuerwerk am dunklen Himmel wie heute Abend in CH, werden wir nicht vermissen, weil, aber seht selber:

Vollmond über unserem Feuer am Strand

Wo Eichen …..,

……. Palmen sind! Wie kommt der Müller bloß auf diesen Zusammenhang?

Nun wir sind wieder aufgebrochen, verließen den Spreewald in Richtung Südosten. Wer sich in der Gegend auskennt weiß, dass in der Nieder- und Oberlausitz Kohle im Tagbau gefördert wurde und auch noch wird.

Einige Gebiete in denen keine Kohle mehr aus dem Boden geholt wird, sind renaturiert worden. Darunter das Lausitzer Seenland. An einem solchen See sind die Müllers auf einem Stellplatz gestrandet. Rund um den Platz mit Sandstrand stehen Eichen. Es erinnert an Karibik. Strand mit Bar, Musik und freundliche Leute.

Hier lässt es sich gut leben. Unter Eichen-Palmen am Strand.

Es pressiert

Wenn’s eilt passiert meist was unvorhergesehenes. Doch der Reihe nach.

Die Müllers verzehren sehr gerne Silberzwiebeln. Die sind zwar sehr lecker, bringen aber auch den markanten, für die Nase stacheligen Geruch mit. Den möchten die Müllers nicht im Reisemobil. Darum werden die feinen Zwiebeln ausgesperrt.

Nur welch solches tut, der sollte die Zarten vor der Weiterreise an einen sicheren Ort bringen und nicht vergessen vom Hinterreifen zu nehmen. Sonst sind in der Eile die Silberzwiebeln platt gewalzt und ungenießbar.

Einst und heute

Einst und heute im SPREEWALD:

Einst wurde Heu und Milch auf Kähnen transportiert
Heute sind dort Paddler in bunten Booten unterwegs.

Gefedert oder geteert

Hier folgt kein Beitrag zu Methoden der Strafe, Folter oder Selbstjustiz. Die Reihenfolge der beiden Worte sowie das Wörtchen oder leiten zum, vom Müller heute gewählten Thema.

Aus Sicht von Reisemobil Fahrern gibt’s keinen Grund nur für das eine oder andere. Also gefedert oder geteert mögen solcher Art Reisende beide. Beides macht das Vorwärtskommen komfortabel.

Nur für das Geteerte sind jeweils andere, die Straßenbauer verantwortlich. Auf die ist nicht immer Verlass, oder sie haben noch keinen Auftrag erhalten. So kann es sein, dass Reisende auf Straßenbeläge aus dem Mittelalter stoßen. Um da mit dem größtmöglichen Fahrkomfort voran zukommen, muss dem Fahrzeug eine ordentliche Luftfederung untergebaut sein. Sonst rumpelt es wie vor Jahrhunderten auf dem Ochsenkarren.

Den Kleinsten

Die gibt’s in DE. Genau gesagt in POMMERN. Geht des Öftern in die Luft. Die Rede ist vom Schreiadler. Dieser ist ein Zugvogel. Er überwintert in Afrika. Seine Brut zieht er im Norden groß.

Die Art ist vor allem durch ihre besondere Brutbiologie bekannt, den Kainismus. Meist werden zwei Eier gelegt; das zuerst geschlüpfte Junge tötet jedoch grundsätzlich das jüngere Geschwister, so dass außer in seltenen Ausnahmefällen immer nur ein Jungvogel ausfliegt.

Mehr zur Lebensweise findet der Interessierte Leser im Wikipedia.

Schreiadler

Verletzlich

Müllers wiedermal mit den Fahrrädern unterwegs. Heute eine Runde östlich um TEMPLIN. Anfangs auf Fahrwegen die richtigen Autobahnen in nichts nachstehen. Glatter Belag wie ein Kinderpopo. Dann leitet uns das GPS nach links in einen Waldweg. Kaum hundert Meter gefahren, treffen wir auf zwei Tourenradfahrer. Der Mann steht am Wegrand und schaut seiner Frau zu Die fotografiert einen Baumstamm. Wir fragen nach dem Grund. Was an dem Baum so besonderes zu sehen sei? Der wurde geharzt, erklärt sie uns. Tatsächlich, beim genauen Hinsehen erkennt man wie der Baum bewusst verletzt wurde um in zum Harzen anzuregen und dieses in einem Gefäß zu sammeln. Wir stoß bei unserer Weiterfahrt auf noch mehr Bäume mit inzwischen verheilten Narben. Zurück beim Womo vertiefen Müllers sich in das Thema und forschen im Internet:

Die systematische Gewinnung von Baumharz geschieht durch das Harzen. Dabei werden künstliche Verletzungen durch Anritzen der Rinde herbeigeführt und das austretende Harz in einem Behälter gesammelt. Verwendete Bäume sind unter anderem Kiefer, Lärche und der Sandarakbaum. Fossile Baumharze wie Bernstein werden durch Absuchen vorkommenreicher Flächen (z. B. Strände), durch Prospektion oder Bergbau gewonnen.

Jetzt wird den Müllers auch klar warum sie in letzter Zeit so viele MonoKulturen von Kiefern in den Wäldern zu Gesicht bekamen. Siehe Foto im vorletzten Beitrag.

Und so sieht ein Baum mit verheilter Verletzungen heute aus:

Angeritzt zur Harzgewinnung

Wiek

Beim Stadtrundgang entlang der alten Stadtmauer aus Feldsteinen in TEMPLIN stießen die Müllers auf diesen Begriff. Nach dem Studium des papierner Stadtführers und weiterer Nachfrage bei Onkel Wickj im Internet kam zum unten stehenden Bild folgendes an Info dazu.

In Norddeutschland bezeichnet man als Wiekhäuser feldseitige Auskragungen mittelalterlicher Stadtmauern, die in einigen Städten zu kleinen Mauerhäusern oder -türmen ausgebaut wurden. Sie sind in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen in die wehrhafte Stadtmauer eingebaut, trugen zu deren Erhöhung und Stabilität bei und wurden an Stelle von Wehrgängen zu Verteidigungszwecken errichtet. Mitunter nutzte man die bestehende Mauer als Teil des Gebäudes. Im Alarmierungsfall musste das Haus den städtischen Truppen geöffnet werden.

Mauerreste Wiekhaus

In späterer Zeit – vor allem nach dem Dreißigjährigen Krieg – wurden Wiekhäuser verschiedentlich mit einfach-schmucklosen Fachwerkkonstruktionen zu kleinen Wohnhäusern, so genannten Wohnbuden, Wick-Buden (niederdt.: Wikbaud) umgebaut. Wiekhäuser gab und gibt es in vielen nordostdeutschen Städten, auch in Berlin und Rostock. Eine Besonderheit Templins ist die seltene halbrunde Form aller Wieken, die in anderen Städten nur vereinzelt vorkommt.