Wo ist er geblieben

Bestimmt hat manche Leserin, mancher Leser sich die vergangenen Wochen und Monate gewundert wo die müllerschen Beiträge bleiben. Auf der Blogseite des Notiznagels ist es ruhig geworden, sehr ruhig sogar.

Der Grund ist etwas, dem sich viele Leute in unserer Gesellschaft lieber entziehen.
Der Umgang damit ist unbequem:

Nur nicht an sein oder das Lebensende anderer denken.
Das Wie, das Wo, das Wann, das Wohin?
Jemanden in den Tod begleiten, nein danke!

Müller bekam Gelegenheit sich mit all dem aktiv auseinander zu setzen.
Seit Jahren von seiner Mutter auf den Moment ihres Gehens mit vielen guten Gesprächen über das Sterben und den Tod vorbereitet, war die letzte Zeit gespickt mit seelischen Hochs und Tiefs.
Der Anspruch wurde so gross, dass der Notiznagel zur Nebensächlichkeit verkam.

Dafür bleiben Spuren in Müllers Herz, wertvolle versteht sich.

Das nachfolgende Bild zeigt die Urenkelin Ina anlässlich der Urnenbeisetzung. Sie hört gebannt das Trauergeläut der Kirchglocken.

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13 Kommentare zu „Wo ist er geblieben“

  1. Hallo Zusammen, herzliches Beileid auch noch von meiner Seite. Es ist immer sehr traurig von lieben Personen Abschied zu nehmen. Das Bild finde ich sehr symbolisch, Leben geht und junges Leben hat noch so viel vor sich.
    Alles Liebe Jolanda

  2. Ich wünsche dir den Trost der warmen Erinnerungen.
    Bei aller Traurigkeit ist es schön, dass du sie begleiten konntest und du und ihr diese Zeit bewusst erlebt habt.

  3. Mein aufrichtiges MItgefühl! Lieber Müller, nachdem wir uns gerade kürzlich bei mir drüben via Kommentaraustausch gelesen haben, konnte ich mir vorstellen, dass es für euch gerade auch keine leichte Zeit war und ist. Wenn das letzte halbe Jahr dennoch auch wertvolle Spuren hinterlassen hat, dann ist das – bei aller Trauer – etwas sehr Schönes …
    Das Foto von Ina gefällt mir sehr. Ich hatte auch solche Gedanken wie Jolanda sie in ihrem Kommentar beschreibt.
    Alles Gute!

    LG Michèle

  4. Liebe Müllers, es tut mir sehr leid um Euren Verlust. Aber Du, lieber Müller, hast es recht treffend beschrieben, man denkt nicht gern an den Tod und ans Sterben. Ich habe vor einigen Jahren meinen Vater in den Tod begleitet. Es waren unendlich schwere Tage und Stunden. Doch ich muss sagen, damals hat der Tod für mich in gewisser Weise auch einen Teil von seinem Schrecken verloren. Ich habe, während ich am Bett meines Vaters wachte, viel Zeit zum Nachdenken und letztendlich auch zum Verabschieden gehabt, zum Loslassen. Manchmal braucht man vielleicht solche Erfahrungen, auch, um die Angst vor dem eigenen Ende zu verlieren.
    Das Bild von Urenkelin Ina weckte auch in mir ähnliche Gedanken wie bei Jolanda. Das Leben besteht aus Kommen und Gehen – ein sehr symbolisches Bild, das trotz aller Trauer auch wieder nach vorne und ins Leben blicken lässt.
    Einen lieben Gruß schickt die Silberdistel zu Euch

  5. Lieber Müller, es freut mich sehr, wieder von dir zu lesen! Ich wünsche dir, dass die guten Erinnungen bleiben und die schlechten mit jeder Menge neuer und schöner Erinnerungen überdeckt werden!

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