Tag des Gespräches

Noch vor dem Frühstück marschieren wir mit Senta zum Einkaufen ins Städtchen hinunter. Schon an der zweiten Weggabel treffen wir ein älteres Ehepaar das eine Strasse weiter wohnt. Über die Floskeln um die Wetterlage kommen wir mit einander ins Gespräch. Sie begleiten uns eins Stück des Weges und weisen uns den kürzesten Weg zum Lebensmittelverkauf. Beim Einkaufen kommen wir wieder mit der Fleischverkäuferin ins Gespräch das genau so freundlich verläuft wie mit den beiden älteren Herrschaften vor einer Viertelstunde. An der Kasse wiederum fragt uns ein Herr vor uns ob wir aus der Schweiz kommen. Was wir natürlich nicht verheimlichen können. Mit unserem Kratzen im Hals hört das jeder und jede sofort.

Wieder zurück packen wir gekauftes aus und stellen Senta in die Garage zurück. Beim Frühstück strahlt die Frühlingssonne ins Reisemobil. Sodass unsere Stimmung noch besser wird.

Nach dem Abwasch ziehen wir wieder Richtung Städtchen los. Ziel ist die Therme wo Frau Müller ihren Husten in der Salzgrotte lindern möchte. Am Empfang werden wir herzlich begrüsst. Die Informationen zu was wie wo sind kurz und gehaltvoll. Wir wissen nur Bescheid. Die Therme ist frisch renoviert. Alles sehr sauber. Wir fühlen uns sofort sehr wohl. Die drei Stunden sind schnell vorüber. Wie wir das Gebäude verlassen scheint immer noch die Sonne.

Vorne in der Stadt kaufen wir in der gleichen Konditorei wo wir gestern die feinen Kuchen genossen haben zwei Stück Süssigkeiten. Die tragen wir den Berg hoch. Bei Kaffee aus unserer Kaffeemaschine geniessen wir die Stücke an der Sonne vor dem Mobil.

Auch die Nachbarn setzen sich nach draussen. Auch wir holen unsere Sektgläser raus um die prickelnde Köstlichkeit an der frischen Luft zu geniessen.

Trotz Sonnenschein ist die Luft recht frische. Ein kühler Wind bläst uns mal von der mal, von dieser um die Ohren. Trotzdem Quatsch die Runde bis zum Sonnenuntergang weiter. Dann ist Schluss. Alle sind Minuten später in ihren Fahrzeugen verschwunden. Derweil Müller noch mit der Giesskanne den Frischwassertank nachfüllt und das Grauwasser zum Abwasserschacht hinüberträgt. Genau jetzt kommt es zum letzten Gespräch des Tages mit einer dem Müller völlig unbekannten Person. Der Mann führt einen belgischen Schäferhund vor bei. Der Hund aber läuft nicht weiter, kommt auf Müller zu und bleibt stehen. Sofort sind wir im beide im Gespräch über den Hund. Auch über seinen Meister erfährt der Müller Interessantes. Der ist früher in Helikopter als Bordmechaniker mitgeflogen. Das Besondere dabei war, im Flug wurden mittels einer hängenden Säge Bäume in Waldschneisen von Hochspannungsleitungen geschnitten. Eine hoch riskante Arbeit. Die viel Können von den Piloten und Begleitern verlangt. Das Sägen von Bäumen aus der Luft, davon hat Müller noch nie gehört und wieder was gelernt.

Überhaupt, der Tag war spannend, lehrreich dank viele guten Gesprächen mit unbekannten Leuten und voller Sonnenschein obendrein.

Zum Abschluss noch der Vollmond über dem Pfälzerland:

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