Rimasco

Wir verlassen Varallo in westliche Richtung, steuern das Val Sermenza an. Dort wollen wir uns auf dem kleinen Campingplatz in Rimasco stellen. Die Anfahrt ist nicht schwierig, jedenfalls für uns und unser schmales Reisemobil. Der Gegenverkehr hält sich in Grenzen und wir kommen somit gut voran. Der Platz liegt zwar morgens im Schatten, für uns aber ist er ein guter Ausgangspunkt um die beiden weiterführenden Talschaften zu beradeln.

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Als erstes nehmen wir uns das Val d’Egua vor. Erst sanft, später steiler, steigt die Strasse in Richtung Carcoforo an. Wir lassen uns Zeit und geniessen die eindrückliche Landschaft. Die Trinkflaschen bekommen reichlich Zuspruch. Es ist auch hier hinten noch sehr heiss. Wir passieren Ferrate und nähern uns dem Ziel des Tages, Carcoforo. Hier oben gibt es auch einen schönen Stellplatz den wir uns anschauen und im Führer mit Sternchen markieren.

An einer Landkarte können wir uns von den vielen Wanderwegen die da oben ausgeschildert wurden in Kenntnis setzten. Dazu werden wir mit einem anderen Aushang über die Gepflogenheiten beim Pilzsammeln informiert. Nix mit Gratis-Suche!!! Ist uns Wurscht, die Gegend präsentiert eh furztrocken. Im Moment gedeihen hier sicherlich keine Pilze.

Auf der Rückfahrt werden wir auch noch, und dies in grossen Lettern, auf die animalischen Gefahren der hiesigen Natur aufmerksam gemacht.

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Leider haben wir von den präsentierten Vierbeinern kein einziges Exemplar zu Gesicht, geschweige vor eines unserer Fahrräder bekommen. Dafür gibt es eine Vorstellung der brachialen Technik heutiger Tage. Ein Helikopters landet am Strassenrand. Wir warten.

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Sobald die Strasse wieder freigegeben wird, schwingen wir uns in die Fahrradsättel. Die Fahrt geht steil bergab. Wir können uns schon nicht mehr an die Anstrengungen des Aufstieges erinnern.

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Vorbei an schönen Hausfassaden rollen wir zu unserem Ausgangsort Rimasco zurück. Da angekommen hat Müller noch nicht genug Bewegung gehabt. Drum macht er sich auf einem schmalen Weg an der Bergflanke hinter dem Campingplatz zu schaffen. Der Weg führt ihn auf eine Anhöhe hoch über den Ort mit toller Aussicht.

Da oben ist die Welt noch in Ordnung, könnte man meinen. Aber die stillgelegten Skilifte sprechen eine andere Sprache. Zumal als Ersatz eine Sommerrodelbahn ins Tal führt. Müller hat Glück und kann die Ruhe alleine geniessen. Die Sesselbahn wird revidiert und bringt keine Rodler nach oben.
Nachdem Müller wieder zurück beim Reisemobil eintrifft, ist alles für einen gemütlichen Tagesausklang vorbereitet.

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Anderntags fahren wir nach Rima. Diese Ortschaft liegt am Ende der linken Gabelung des Sermenza Tales. Rima ist bekannt weil hier oben die Herstellung von künstlichem Marmor seit dem 15. Jahrhundert Tradition hat.

Ansonsten unterscheidet sich das Tal nur wenig von dem in der rechten Gabelung. Der Anstieg der Strasse ist in etwa gleich. Mit dem feinen Unterschied, dass die Strassenführung unterhalb der Ortschaft in Serpentinen gelegt wurde. Das Ortsbild ist noch heute geprägt von Walserhäusern.

Wir setzen uns in die Gartenwirtschaft des einzig geöffneten Restaurant. Um uns sind Einheimische und eine Gruppe Radfahrer. Wanderer oder andere Feriengäste sieht man keine. Das Wetter scheint sich auch verändern zu wollen. Die Wolken am Himmel formieren sich.

Wir geniessen auf unserer Rückfahrt erst die Serpentinen, dann die Aussicht in die wechselnde Landschaft, sind viel zu schnell wieder zurück in Rimasco wo wir die Fortsetzung unserer Piemontreise besprechen.

 

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