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Letztes Wochenende war das Wetter eine graue Angelegenheit. Beim Spazierengehen kam dem Müller so überhaupt kein wirklich gutes Sujet vor die Kameralinse. Verzweifelt erinnerte der sich an einen schlichten  Grundsatz um auch bei solchem Wetter brauchbare Bilder festhalten zu können.

„Geh näher ran“. Schnell gesagt, liegt doch das Kamerastativ für Nahaufnahmen zu Hause im Schrank. Doppelt schwierig wird die Sache, wenn aus der Hand mit klammen Fingern Fotos gemacht werden, die lange Verschlusszeit und weit geöffnete Blende nötig machen.

Heutzutage schafft die Digitalfotografie indirekte Hilfe. Beliebig viele Aufnahmen werden per Knopfdruck gespeichert und zuhause nachbearbeitet. Was nicht taugt wandert in den virtuellen Papierkorb des Bildschirmes. Vom Rest werden Ausschnitte mit besonderem Flair komponiert.

In den nächsten Wochen streut euch Müller, unter dem Titel „betrachten“, ein paar der bearbeiteten Aufnahmen auf seinen Notiznagel. Das Resultat von mangelhafter Tiefenschärfe gibt den Aufnahmen eine besondere Note. Die Augen des Betrachters werden unweigerlich über die Bilder schweifen bis sein Blick die Fläche mit der grössten Tiefenschärfe erreicht hat, um einen Wimpernschlag später zur Unschärfe zurückzukehren und sein Betrachten erneut zu beginnen.

Viel Spass beim hinschauen:

L1020349 Kopie 2

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