runterkommen

Der Notiznagel hat beobachtet:

Wenn nach der Arbeit seine Streit- und / oder  Nichtverstanden-Hormone den Müller noch immer nötigen an die Decke zu springen, dann gehe er zuhause ins hintere linke Zimmer am Flurende seiner Wohnung. Für ihn gibt es dort die Möglichkeiten mit beiden Füssen wieder auf realen Boden zu gelangen.

Manchmal hilft er sich auswärts, mit strampelnden Überreaktionen auf einem Fahrrad oder dem Wellenschlagen im Schwimmbad, um in den Zustand zurück zukommen, der ihn für andere wieder erträglich macht. Nicht der Gang zum Zimmer trägt zur Linderung bei. Das was er dort tun kann, bringt Ruhe in seinen Gefühlszustand.
Hat aber sein verehrte Lebensbegleitung vorgegriffen, dann wird es schwierig von der Decke  zu kommen. Sie, die Begleiterin bedient sich ab und an auch seiner Methode, dann sieht er ziemlich, sagen wir angespannt aus.

Im Raum, in den Flur geschaut hinten links vom Wohnzimmer, drücke er, wenn seine Lebensbegleitung genügend Stoff hinterlassen hat, auf einen farbig Knopf und wartet. Solange bis die blinkende Lampe zu Ruhe gekommen ist und nun als meldende Leuchte  Arbeitsbereitschaft im hellen Dauerblau ausstrahlt, dann kann sie beginnen seine Therapie!

Das Ziel, er will nicht von Streit- und / oder  Nichtverstanden-Hormonen sein künftiges Leben abhängig machen. Einen Sprung an die Decke mit anschliessendem Sprung in der Schüssel will er sich auf keinen Fall leisten.  Wirft drum das erste Kleidungsstück aufs Brett und legt mit dem Eisen in der Hand los. Die notwendige Konzentration alles platt zu bekommen, hilft ihm die Negativhormone in Bereiche zufahren die als normal gelten können.

IMG_0788 Kopie

Am liebsten bearbeitet er seine Hemden. Damenblusen hasst er. Warum sagt er nicht und Hosen na ja. Wer bügelt schon seine Jeans? Gefährlich findet er Küchentücher. Die sind so einfach zu plätten, bei denen kommt er erneut ins grübeln. Was wiederum den ungewünschten Hormonen Auftrieb gibt.

Ist kein Stoff zum Bügeln vorhanden, findet ihr Müller im ersten Raum rechts vom Flur, natürlich auch wieder vom Wohnzimmer aus gesehen. Das Badezimmer jedoch putzt er gar nicht gerne.

Was könnte Müller sonst noch tun um wieder „geniessbar“ zu werden?

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14 Gedanken zu “runterkommen

  1. Brigitte

    Mei Müller bei uns auf dem Hof würdest du vermutlich dauernd an der Decke kleben!
    Aber als Alternative könnte ich dir das Spinnen wärmstens empfehlen…. ich rede aus Erfahrung….. Zuerst wollte der Bauer auch spinnen, aber er hat es glaub nicht nötig…. Ich habe mir anfangs ausgemalt, dass er spinnt und ich den Rest manage – das Spinnrad gehört ja zu seinem Mannengut 😉 jä nu!
    So nun muss ich meiner Rolle als femme au foyer nachhechten!
    Und tschüssss

    1. Bestimmt ne interessante Arbeit bei euch auf dem Hof, wenn da dauernd einer zum Abheben kommt.
      Spinnen statt bügeln, da würde mir wahrscheinlich oft der Faden vor Ungeduld reissen. So gesehen klebe ich eh besser an der Decke!
      Deine Rolle als hechtende Hausfrau, hatte die heute etwas mit bügeln zu tun?

      1. Brigitte

        Beim im Winter bügle ich sowieso nie und im Sommer auch nur selten….
        Nein um 11:49h muss des Bauern Liebchen an Den Herd 😉
        Än schönä Obig

      2. Jetzt verstehe ich! Du spinnst weil es im Winter nichts an Kleidern zu plätten gibt.
        Mach ab und zu aus dem Herd einen Grill. Wie sagt uns die Fernsehwerbung: „Männer zurück an den Grill.“
        Musst ja nicht gleich mit Holzkohle-Säcken nach dem geliebten Bauer werfen.;-)

  2. Ich finde das auf jeden Fall auch besser, wenn du mit beiden Beinen auf dem Boden stehst. Da mir dein Wohlergehen am Herzen liegt, werde ich dir in Zukunft grosszügigerweise meinen Glettichorb überlassen. Einverstanden?
    Als alternative Therapie kann ich alles empfehlen, was an der frischen Luft stattfindet und landesüblich als „Sport“ bezeichnet wird.

    1. Lieben dank für deine großzügige Hilfe und dein herzliches Wohlwollen. Einverstanden bin ich mit Einwand, es dürfen keine Damenblusen im Glettikorb sein.
      Als alternative Therapie bringe ich die plattgemachten Sachen sobald es die Witterung zulässt mit meinem Fahrrad zurück.
      So komme ich an die frische Luft und bin gleich zweimal therapiert. Erstens vom Bügeln und zweitens vom Radfahren.

  3. Im Ernstfall zerstöre ich auch gern mal selbstgemachtes Werk. So geschehen mit gepflegter und nett gefalteter Bügelware – just in der Badewanne gelandet. Dann ist zumindest klar, was als Nächstes zu verrichten ist: Geradebiegen der nunmehr nassen Bügelware. Wringen statt ringen. Und ist die Unlust auf derartig erbauliche Tätigkeit doch zu groß, dann mit ins Wasser, untertauchen, abtauchen, blubbernd Nörgeln, im eigenen Süppchen kochen. Schöööön heiß! Verwirrt weil kreislaufgeschädigt aussteigen und physisch wie psychisch zum Normalniveau zurückfinden… 😉

    1. Wenn solcher Ernstfall eintritt, muss dir jemand grausam zugesetzt haben!
      Freiwillig stehe ich mit meinen gebügelten Hemden auch nicht in die Dusche und fange mit der Wäsche von vorne an.
      Eine Frage: „Bewahrst du gefaltete Bügelware im Badezimmer auf und das Ganze war ein Missgeschick?“

  4. Also, wenn Du mal mehr Therapie brauchen solltest, ich bügele gar nicht gern Männerhemden. Luigi hat davon so viele, dass Du bloß zweimal im Jahr zum Bügeln herkommen müsstest. 😉

    1. Tut mir leid liebe Corinna, bei weniger als 3 Stück mache ich nicht mit.
      Ärgere ich mich mal in der Umgebung von Bari, weil ich die avisierte Strassenabbiegung verpasste, denke ich gerne an deine Abneigung und Luigis vielen Hemden und komm vorbei. 🙂

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