Sehr selten

Wie üblich erkunden Müllers die Reisemobilstellplätze auf denen sie parken noch etwas genauer. Beim Platz in DAMP kann die Entdeckungstour schon etwas lange dauern. Bis nur der parzellierte Teil inspiziert ist vergehen locker 30 Minuten. Das ohne die Gespräche mit all den netten Leuten hier. Nimmt man sich die riesigen Grünflächen zur Küste hin auch noch vor kommen locker weitere 30 Minuten dazu. Was die Müllers nicht zu bremsen vermag.

Mit was wir nicht rechneten, dass wir noch ein Viertelstunde mehr für die Platzrunde benötigen und mitten auf einem Reisemobil-Hinstellgelände zum Selbstversorger würden.

Die Leute die auf dem großen Grün mit ihrem WOMO stehen, schauen uns mit besorgten Augen zu, wie wir die knackig weißen Köpfe von vielen Wiesenchampions einsammeln. Abends gibt’s Nudeln à la Fernost mit Geflügelfleisch. Da passen die Pilze gut dazu. Selten dass man die gleich neben den Womo-Rädern ernten kann.

Es stehen noch mehr rum.

Überraschung

Das die Müllers ostwärts noch mindestens zum Fluss ODER fahren wollen scheint sich rum zu sprechen. Aber das Präsident Putin uns einlädt bis in sein Riesen Reich weiter zu fahren, überrascht den Müller sehr. Was soll den dieses Ortsschild sonst bedeuten?

Entdeckt auf der Halbinsel SCHWANSEN

Fruchtbar

Müllers sind nach wie vor im Nordosten von SCHLESWIG HOLSTEIN unterwegs. Etwas genauer ausgedrückt auf der Halbinsel SCHWANSEN.

Weil heute morgen die Sonne vom wolkenlosen Himmel ihre Wärme über uns ausbreitet, beschließen wir nach den vielen verregneten Tagen dieser Woche, wieder mal mit den Fahrrädern die Gegend zu erkunden.

In unserem Reiseführer wird von einer ausgesprochen landwirtschaftlich geprägten Gegend geschrieben. Die ertragreichen Böden werden von großen Höfen bewirtschaftet. Im Frühling leuchten riesige Flächen wegen dem angebauten Raps leuchtend gelb. Im Sommer ernten überdimensionale Mähdrescher Getreide und im Herbst ist der Mais dran. Also lässt sich hier bestimmt gut Radfahren. Auf den schmalen verkehrsarmen Straßen lässt es einen wunderbar dahin rollen. Vorausgesetzt der Wind kommt von hinten.

SCHWANSEN ist auch die Region der Gutshöfe und Herrenhäuser, die hier im ausgehenden Mittelalter errichtet wurden. Manche Häuser dienen dem Adel immer noch als Familienwohnsitz, aus einigen wurden Pferdehöfe, Ferienwohnungen oder Rehakliniken.

Müllers fuhren kreuz und quer von Ost nach West und zurück. Durch riesige Getreide- und verblühte Rapsfeldern. Auf prima ausgebauten Landstraßen vorbei an noch dunkelgrünen Maisfelder mitten durch die Halbinsel. Wer mehr über sie wissen möchte, sollte sich im Internet z. B. Wikipedia informieren.

Müller muss jetzt Schluss machen und zum Reisemobil zurück. Richtig geraten, es beginnt zu regnen.

Getreidefelder SCHWANSEN

Müller wettet

Die Vorräte im Lebensmittel-Bunker unseres Reisemobil schwinden bedrohlich. Auch die letzte Rolle Haushaltspapier verließ heute morgen die Papiervorratskiste Richtung Küchenzeile. Wir müssen mal wieder einkaufen.

Auf dem Weg zum Lebensmittelgeschäft biegt der Müller zur Überraschung seiner Frau nach rechts ab. Er steuert direkt auf einen Laden mit sportlichen Kleidern hin. Gleichzeitig setzt wieder Regen ein. Nach einer halben Stunde verlässt ein strahlender Müller den Laden wieder. Gekauft hat er eine Regenhose. Schluss mit nassem Hosenbein, feuchten Strümpfen und versieften Schuhen. Alles gut oder? Denkste, jetzt lässt der Regen nach und bestimmt scheint ab Nachmittag nur noch die Sonne. Wetten das es so is?

Vor dem Regenhosen Kauf

Sündig

Heute sind Müllers trotz Ankündigung feuchten Wetters vom Stellplatz in DAMP mit den Fahrrädern in nördliche Richtung gefahren. Ein mäßiger Rückenwind schob uns. Die Steilufer zur Küste bei SCHÖNHAGEN erreichten wir in kurzer Zeit. Das regnerische Wetter im Rücken ließ uns nicht lange hier weilen. Auf unserer Weiterfahrt staunten wir in OLPENITZ über die großflächige Bautätigkeit. Hier werden riesige Flächen Land mit kleinen Ferienhäusern überbaut. Die Uferbereiche zur SCHLEI sind schon gänzlich zugepflastert. Um noch mehr Wohneinheiten in die Landschaft zu bekommen, schwimmen auf dem Wasser riesige Flosse mit aufgesetzten Häusern.

In den Bergen von CH gibt es solche Retorten Dörfer leider auch. Völlig unpassend zur Natur in der sie stehen. Schrecklich aber lukrativ.

Ich mag

Die Berge mag der Müller, die Küste aber auch. Wie die hier an der Ostsee beim Ort DAMP. Das Wetter macht was hier in etwa üblich ist, so kommentieren es jedenfalls die Einheimischen.

Füllig

Müllers fallen beim Bummeln durch den touristisch Ort KAPPELN viele Leute mit einem, schreiben wir mal fülligen Erscheinen auf. Schon Kinder im zarten Alter tragen Bauch und Hüftgold in Mengen mit. Meist laufen die Eltern genau so oder schlimmer ausgestattet neben her. In den Händen halten sie Essen für sich und ihren Nachwuchs. Kein Wunder bei den vielen geöffneten Fressbuden an allen Ecken. Die Aufforderungen zu mampfen unmissverständlich.

Wer durch einen Supermarkt läuft der wird hier auch auf XXXL getrimmt. Siehe Bild, Füllgewicht 5.5kg, abgetropft 3kg. Aber nicht vergessen, Mayonnaise und Kartoffelsalat sind da noch nicht eingerechnet.

ANGELN

Wer glaubt Müller hätte heute eine Angelrute gekauft täuscht sich. Und dies gewaltig. Zwar stand er in einem großen Markt mit einer riesigen Auswahl solcher Ruten, doch Fische fangen, putzen und zerlegen überlässt er gerne andern. Zum Beispiel seiner lieben Nachbarin Marlene.

Aber um Angeln geht’s in diesem Beitrag trotz dem. Nicht als Verb sondern als Nomen sollte das Wort gelesen werden, dann steht es als Name für die Region in der Müllers gerade unterwegs sind. Die Halbinsel, die im Norden von der Flensburger Förde, im Osten von der Ostsee und im Süden von der Schlei begrenzt wird, trägt diesen Name. Der geht auf den germanischen Volksstamm der ANGELN zurück, der in dieser Region siedelte. Ein Teil dieses Volksstammes wanderte im 5. Jahrhundert nach Großbritannien aus. Mit East Anglia und England ist die sprachliche Verwandtschaft noch heute erkennbar. Wieder was gelernt?

Eingeknickt

Das hat sie nun davon! Wer sich auf hohen Hacken bewegt, muss sich auch nicht wundern wenn sie dabei mal weg knickt. Müller schreibt im heutigen Fall nicht vom Fuß seiner Frau. Der war im letzten Jahr, nach einem Fehltritt über einen Bordstein, innert Minuten um die Fußknöcheln dunkelblau angelaufen.

Heute gehts um die gelben Hoch-Hacker unseres Reisemobiles FRIDOLIN. Die sind bei ihrem Einsatz im wahrsten Sinne eingeknickt. Wobei man auch sagen muss, dass dabei der Frau ein richtiges Kunstwerk gelungen ist. Trotz der schwächelnden Unterlegekeile steht der FRIDOLIN waagerecht in der Landschaft. Die Keile fast ohne Bodenkontakt finden immer wieder Bewunderung von vorbei spazierenden Leuten.

Hellebarde

Der Müller, heute zu Fuß zum Einkauf unterwegs, hatte gegen Schiit-Wetter anzukämpfen. Hier an der Ostküste von SCHLESWIG HOLSTEIN kommen die Regentropfen quer, angetrieben vom böigen Wind, dem tapferen Schweizer entgegen.

Bekanntlich waren Müllers Vorfahren im 16. Jahrhundert gefürchtete Söldner. Jedenfalls merkte der schnell, dass der mitgeführte Regenschirm wie die gefürchtete Waffe des Fußvolkes getragen am besten gegen die waagrecht anstürmenden Schauer Wirkung zeigt. Allerdings tropfte so das Wasser erst recht in Müllers Schuhe. Keine Chance, nass geworden, Kampf verloren, aber erfolgreich einkauft.

Im Birk

Heute waren die Müllers in einer sich ständig ändernden Naturlandschaften an der Ostsee unterwegs. In diesem Schutzgebiet gibt es viele Vögel. Aber auch Wildpferde sogenannte Koniks aus Polen. 60 dieser robusten Kleinpferde leben dort. Auch Rinder und Ziegen weiden auf riesigen Flächen. Wegen dem kühlen, windigen Wetter waren wir mit unseren Fahrrädern zügig unterwegs. Vorbei an Gras, Binsen, Schilf, Brombeerranken und vielen anderen Grünzeugen fuhren wir auf gut ausgebauten Naturwegen um das GELTINGER BIRK, wie die Halbinsel mit vollem Namen heißt. Nachfolgend ein Bild mit Text zur Entstehung des Birk. Unbedingt mal ansehen. Ob zu Fuß oder mit Fahrrad es lohnt.

Milch oder Post

Beim heutigen ersten Spaziergang kam Müller an einer sehenswerten Hausfront vorbei. Neben prächtigen Blumen bestaunte Müller die putzigen Scheiben und die dazu passende Eingangstür. Erst beim zweiten Hingucker entdeckte er sie. Was kommt wohl rein? In die Kanne welche rechts von der Eingangstür hängt. Was, wenn der Postbote nach dem Milchmann liefert? Tunkt er Brief und Zeitung in die Milch? Wenn umgekehrt? Bekommt die Steuerrechnung ein Sahnehäubchen? Fragen über Fragen, was mein ihr?

Lanze

Müllers müssen wieder mal eine brechen. Für ein Naturbad dass wir in letzter Zeit genießen durften. Naturbäder sind nicht jedermann oder frauens Sache, aber dass hier ist schlicht super. Das Wasser fühlt sich sehr weich an und ist mit 25°C schon üppig warm. Die Anlage ist sehr gepflegt, lädt zum Verweilen ein.

Wen es interessiert, Müllers meinen das Naturbad bei LADELUND. Ach ja nicht zu vergessen, neben einem PKW Parkplatz gibt es einen kleinen Reisemobil Stellplatz mit allem was der Womofahrer so braucht.

Unantastbar

Ist die Würde der Menschen.

Keine 300 Meter Luftlinie wo Müllers mit ihrem Reisemobil stehen, erinnert eine schlichte Gedenkstätte in eindringlicher Weise an die Leiden der KZ-Insassen welche hier gequält wurden. Müller kann es nicht fassen

Wasser

Gibt’s nicht nur in der Nordsee. Auch die Naturseen an der dänischen Grenze sind gefüllt und wohl temperiert. Hier in LADELUND ist momentan die LuftTemperatur im Sinkflug. Es geht ein heftiger Wind. Den Müllers kommt das gerade recht. So muss man sich mit niemandem um einen Reisemobil Platz streiten.