RAPOLANO TERME

Weil die Wetterprognose nicht die beste war, es wurden Dauerniederschläge angesagt, fuhren Müllers von CASTELLINA IN CHIANTI weg in Richtung Südosten.  Wir fuhren vom Hügel runter und konnten dabei auf das Nebelmeer schauen. Bevor wird darin eintauchten, suchten wir einen Hain voller Erdbeerbäume nach reifen Früchten ab.

Anschliessend ging die Fahrt weiter auf die Nebelgrenze zu. Kurz davor hielten wir bei eine Hof wo Olivenöl und Wein angeboten wird. Mit beidem deckten wir uns zu Preisen die bloss die Hälfte wie oben im Dorf betrugen ein.

Den Stellplatz in RAPOLONE TERME fuhren wir nach rund einer Stunde Fahrzeit an. Der Platz war nur mässig mit Gästen der Therme belegt. Wir platzierten uns mitten in die italienische Fraktion, was diese überhaupt nicht gestört hat. Im Gegenteil davon wird später die Rede sein.

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Nachmittags spazierten wir in den alten Dorfteil hoch. Auch dieser Ort liegt auf einem Hügel. Nachfolgend ein paar Bilder.

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Viele der Hauseingänge sind wie hier zu sehen farbenfroh geschmückt.

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Oder sauber herausgeputzt.

Es gab viele Details zu entdecken.

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Sicht über die Neustadt durch eines der Altstadttore.

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und 50 Meter weiter bot sich dieses Bild.

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Überhaupt bekamen die Müllers in den folgenden Tagen noch ein paar schöne Ansichten zu bestaunen.

Farbe an der Wand … 4

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Füsse mit und ohne … 3

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CASTELLINA in CHIANTI

Müllers kleiner Reiseführer machte uns neugierig auf CASTELLINA. Der Ort liegt nur wenige Kilometer von MONTERIGGIONI in nördlicher Richtung.

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Liegt auf einem Hügel in 578m Höhe und zählt zu den schönsten Dörfern im Chianti-Gebiet. Der historische Kern des Ortes ist fast so interessant wie die Begegnungen mit Einwohnern die Müllers gleich am ersten Tag erleben durften.

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Diesen Herrn trafen wir beim Dorfrundgang mehrmals. Jedes Mal wurde gelacht und über Schuhmode gewitzelt.

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Diese Hand mit aufgelegten Trüffeln gehört einem Herrn, den wir mit seinen Hunden am Grabhügel der Etrusker, oberhalb des Ortes trafen. Eigentlich trafen seine Hunde uns. Spielen mit der Frau Müller war für sie viel interessanter als Trüffel suchen. Der Mann nahm es mit Humor.

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Diese Damen trafen sich am Rand des Dorfplatzes zum Plausch. Die in der blauen Jacke, also Frau Müller fragte die Unbekannte in Rot was sie für Beeren vom Strauch pflücke und esse. Mit Händen und Füssen verständigten sich die Beiden. Dabei wurde viel gelacht. Den Namen des Strauches fand Frau Müller im Internet. Es ist der sogenannte CORBEZZOLA = Erdbeerbaum. Davon gibt es in der Gegend viele.

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Der Grabhügel auch Tumulus genannt, wurde am Anfang des ersten Weltkrieges entdeckt. Es fanden sich Artefakte aus der Zeit 500 v.Chr.

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Der Hügel hat vier Zugänge. Diese sind an den Himmelsrichtungen ausgerichtet.

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Aber was die Müllers an diesem Hügel besonders fasziniert hat, ist die Sicht ins Tal. Wir blieben länger vor Ort.

Farbe an der Wand … 3

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SIENA

Von MONTERIGGIONI sind es ungefähr 15km auf der Nebenstrasse nach SIENA. Der Radweg ganz abseits durch die Wälder ergibt rund 20km Wegstrecke. Müllers entscheiden sich für die Nebenstrasse. Dazu muss erwähnt werden, dass es durch die Wälder zwar weniger Verkehr, aber Mitte Oktober entschieden mehr Jäger unterwegs hat. Ganz ohne unliebsame Begegnung kamen die Müllers auch auf der Nebenverkehrsstrasse nicht davon.

Wir fuhren gerade aus einer eng gezogenen Linkskurve auf eine lange Gerade, als neben uns vom Strassenrand  aus mehrere Jäger mit ihren Flinten auf ein für uns nicht erkennbares Ziel schossen. Unsere Herzen rutschten in die sprichwörtliche Radhose wie wir erkannten, dass parallel zu uns eine Hirschkuh die Strasse entlang um ihr Leben rannte. Die Schiesserei dauerte noch mehrere Salven. Die Hirschkuh erreichte schliesslich mit riesen Sätzen die rettende Hecke und verschwand. Derweil wir die Köpfe einzogen und strampelten was die Beine hergaben.  Passiert ist weiter nichts. Ob die Ballerei der Flüchtenden neben uns oder einer Gefährtin galt wissen wir nicht. Jedenfalls sind wir das letzte Stück unseres Wegs mit zittrigen Knien nach SIENA hochgefahren.

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Um in den von Menschen gefüllten Gassen abzutauchen. Ein Jäger mit Schiessgewehr währe hier noch mehr aufgefallen wie wir mit unseren Rädern und den bunten Fahrradkleidern.

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Ja, ja keine Frage auch hier geht es nicht ohne Dom. Muss wohl was ganz besonderes sein, wenn man die vielen Menschen warten sieht.

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Mit unserer Bekleidung passten wir besser auf die PIAZZA del CAMPO. Die wir zu Fuss gemächlich umrundeten. Um danach im nahen Studentenviertel einzukaufen.

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Oben noch ein Bild von der Piazza.
Auf unserer Rückfahrt blieb es ruhig. Die Jäger waren nicht mehr da und wir froh dass keine Schüsse mehr fielen.

Es fragt sich nun ob ab Oktober in Italien, für Radfahrten auf Waldstrassen, nebst grell bunter Kleidung, das tragen von schusssicheren Westen zu empfehlen ist?

Füsse mit und ohne … 2

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